Die Erzählung ist in meiner Ausgabe vierzehn Seiten lang, ist also als Gute-Nacht-Geschichte bestens geeignet. Mir fiele übrigens keine kürzere Maigret-Erzählung ein. Die Länge einer Erzählung lässt keine Rückschlüsse auf deren Qualität zu - eine Tatsache, die Simenon mit »Pigalle« beweist.
Ein Problem habe ich mit der Erzählung schon: wie soll man den Inhalt einer Erzählung beschreiben, deren Inhalt bzw. Handlung einen Extrakt derselben nur um wenige Seiten übertrifft?
Maigret sitzt im Restaurant »Chez Marina« und beobachtet eine Gruppe von Gangstern, von der ihm jeder wohlbekannt ist. Obwohl er nun schon Stunden dort sitzt, machen seine alten Bekannten keinerlei Anstalten, dass Restaurant zu verlassen. Das mag wohl auch daran liegen, dass im gegenüberliegenden Bistro zwei Gestalten einer rivalisierenden Bande sitzen und ebenso geduldig warten. Allerdings sind diese Männer kopflos.
Der Wirt vom »Chez Marina« hat einen zerschossenen Spiegel zu beklagen. Das soll – so habe ich gehört – Unglück bringen…
Fakten
Originaltitel: | Rue Pigalle |
Entstehungsjahr: | 1936 (Oktober) |
Erscheinungsjahr: | 1944 |
Entstehungsort: | Neuilly-sur-Seine |
Verlag: | Gallimard |
Bibliographie
6 Ausgaben - erste Ausgabe: 1976 - letzte Ausgabe: 2009
1976 Inspektor Maigret ermittelt |
1976 Rue Pigalle |
1977 Rue Pigalle |
1988 Kommissar Maigret ermittelt |
1990 Pigalle |
2009 Pigalle |
Dokumentinformation
Dokument erzeugt: 03.02.2008
Dokument geändert: 03.02.2008