Biographie

Georges Simenon

Ein paar Grundlagen

1903 geboren, 1989 gestorben, Schriftsteller aus Belgien, Verfasser der berühmten Maigret-Romane. Wer mehr über Georges Simenon erfahren möchte, der kann in dieser Rubrik fündig werden.

Was man wissen muss

173 Wörter, 1175 Zeichen: Dabei handelt es sich nicht um den kürzesten Roman Simenons sondern um eine prägnante (augenzwinkernde) Zusammenfassung Simenons Leben. Wer die ausführlichen Fassungen nicht mag, wird hier bedient.

Ein Leben

Wer war der Mann, der es im Jahr auf drei bis vier Veröffentlichungen schaffte und ein so immenses, qualitativ hochwertiges literarisches Erbe hinterließ? Simenon kannte nicht nur das Arbeiten, er wusste auch zu leben und zu lieben. Ein kleiner Einblick...

Simenons Eltern

Die Kinder werden von den Eltern geprägt. Als leuchtendes Beispiel für diese pädagogische Binsenwahrheit ist Georges Simenon. Maigret hatte seinen Vater als Vorbild und der Mutter ist ein Brief oder, besser gesagt, ein ganzes Buch gewidmet.

Alkohol & Autor

Eine Kombination die ziemlich gängig ist, allerdings der Gesundheit nicht sehr zuträglich. Viele Autoren glauben, dass sie ohne Alkohol nicht schreiben können. Lange Jahre glaubte auch Simenon dies und machte dabei als Trinker eine erstaunliche Entdeckung. Ein Buch berichtet darüber.

Sein Leben in Bildern

Simenon - Sein Leben in Bildern

Es gibt eine Reihe von Biographien über Simenon, die auch in deutscher Sprache erschienen sind. Diese Biographie legt, wie der Name schon unschwer verrät, auf Bilder aus Simenons Leben und das macht sie einzigartig. Sie erschien 2009 im Diogenes-Verlag und ist damit die Jüngste aller Biographien. Im Augenblick ist sie auch die einzige Biographie, die regulär lieferbar ist - alle anderne Biographien über den Autor bekommt man nur antiquarisch. Eine Übersicht über Biographien von Simenon einschließlich seiner autobiographischen Werke erhalten sie hier.

Ein Leben wie ein Roman

Das Leben von Simenon war so interessant, dass sich darüber mehrere Romane schreiben ließen. Moment mal! Das hat er ja selbst sein ganzes Leben getan. Hier eine Zusammenfassung seiner wichtigsten Lebensabschnitte.

An einem 13. kommt man nicht zur Welt…

War es der 12. oder war es der 13.? Diese Frage wird sich wohl nicht klären lassen. Offiziell ist es der 12. Februar, das ist das Datum, das Désiré Simenon im Standesamt hat eintragen lassen. Der Geborerene, zwar dabei gewesen, aber nicht als Zeuge taugend, gab andere Geschichten zum Besten.

Schule, warum nicht?

Was hätte aus dem Mann werden können? Er ging auf ein humanistischen Gymnasium und seine Mutter Henriette hatte ihn für das Priester-Beruf vorgesehen. Eine Mädchen-Geschichte sollte dafür sorgen, dass sich Simenons Bildungsweg etwas änderte.

Meister gesucht!

Was willst'e denn werden? Die Frage dürften auch den jungen Sim genervt haben. Wie schon beim der Gymnasiums-Auswahl war es auch hier die Mutter, die den ersten Beruf für Simenon aussuchte: Nach ihrem Willen würde er als Konditor glücklich werden. Wenn das geworden wäre, hätten wir heute vielleicht eine weltberühmte Tarte Maigret und würden den Kommissar missen.

Erste Gehversuche

Der Journalismus ist der Wahrheit verpflichtet. So halten es viele Journalisten. Die, die es nicht so damit haben, sollten vielleicht Schriftsteller werden. So wie Georges Simenon, der seine Stärken eindeutig im Fiktionalen sah. Erst nahm er sich die Kurzgeschichte als literarische Form vor, dann den Roman. Erste Gehversuche eines Schriftstellers.

Ein Belgier erobert Paris

Sie haben nicht auf ihn gewartet: Jeden Tag kamen an den Bahnhöfen von Paris Menschen an, die ihr Glück in der Stadt versuchen wollten. Wie Simenon es selbst in seinen Romanen beschrieb, waren es oft Leute aus dem Norden: Polen, Deutsche und halt auch Belgier. Wie Simenon, der am 14. Dezember 1922 in Paris eintraf.

Der Name Simenon zählt nicht

Als Produzent von Groschenromanen muss man in kurzer Zeit viele Worte aufs Papier bringen. Der eigene Name wird aus dem Geschäft herausgehalten. So müssen Christan Brulls und Georges Sim erst einmal herhalten.

Unstet

Nimmt man es genau, so schrieb Simenon nur über Orte, die er schon einmal gesehen hat. Was wäre uns entgangen, wenn er nicht so häufig gereist und umgezogen wäre? Auch die dreißiger Jahre verbrachte er recht stets auf der Suche nach einer Heimat. Im Anmarsch: Der Krieg und das erste Kind.

Im Krieg

Simenon machte um den Krieg einen großen Bogen, schließlich hatte er im ersten Weltkrieg den Einmarsch der Deutschen erlebt. Er kümmerte sich um belgische Flüchtlinge und machte Geschäfte mit deutschen Filmfirmen. Das mochte Geld bringen, aber auch Ungemach...

Neuanfang

Ein neues Land, neue Gewohnheiten, eine neue Sprache und eine neue Frau. Simenon reist nach und durch Amerika, unstet wie immer, begibt sich in eine ungewisse und komplizierte Beziehung. Am Anfang war natürlich nur Sonnenschein. Simenon zeigt neue, nicht unbedingt positive Seiten.

Lakeville

Glück ist immer relativ: Simenon sollte auch nach dem Leben auf der Shadow Rock Farm beruflich erfolgreich sein. Was das familiäre Glück jedoch betraf, begannen schwierige Zeiten. Ein Abriss über die letzten wirklich glücklichen Jahre Simenons, Besuche in Europa und den ersten Brüchen.

Fortsetzung der Krise

Simenon suchte Wege, seine Frau aufzuheitern. Eine Chance sah er in der Rückkehr nach Europa, aber es wurde nicht besser sondern immer schlimmer. So begann sich bedingungslose Liebe in bedingungslosen Hass zu wandeln. Interessanterweise merkte man es den Romanen nicht an.

Altern im Unglück

Was nützt der berufliche Erfolg, wenn das Privatleben keine Erfüllung bringt: die Frau war Weg, geblieben war nur Hass, der in der Öffentlichkeit ausgetragen wurde; die Tochter liebte einen abgöttisch und verursachte damit neue Probleme. Der Maigret-Autor schien irgendwie merkwürdig zu sein.