Ein paar Jahrzehnte ist es her, dass sich ein deutscher Verlag gewagt hat, einen Comic auf Basis einer Simenon-Geschichte herauszubringen. Nun wäre es leicht, sich bei einem solchen Unterfangen dem Kommissar zu widmen. So wie es in den 1990er-Jahren passierte. Aber stattdessen betritt der Carlsen-Verlag mit einem Roman Dur die Simenon-Comic-Bühne.
Terminsache(n)
»Carambolages«: Erleben Sie im September 2025 ein besonderes Literaturkonzert auf Gut Altenkamp bei Papenburg, das die Werke des Simenons mit der eindrucksvollen Musik des Jazzgitarristen Tobias Hoffmann und den fesselnden Rezitationen der Regisseurin Ulrike Schwab kombiniert.
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So ein Pressefoto ist immer ein schöner Aufhänger: Für Erinnerungen, für Hinweise ... oder auch für Klagen. Diesmal soll – wieder einmal – Klage darüber geführt werden, dass dieser Film so lange nicht im Fernsehen ausgestrahlt wurde und auch nicht auf DVD/Blu-Ray verfügbar ist. Immerhin können wir uns über einen wirklich erstaunlich langen Pressetext von der Rückseite freuen.
Ein Beitrag, der gleich zwei Unsicherheiten birgt. Da wäre zum einen die Frage, wie nennt man einen Simenon-Roman, der nicht unter dem Namen Simenon erschienen ist? Bei den Maigrets ist es einfach, die Begrifflichkeit »Pre-Maigret« ist schon eingeführt. Aber in diesem Fall: Handelt es sich bei einer solchen Geschichte um einen »Pre-Simenon« oder um einen »Non-Simenon«?
Ein Titel mit diesem Namen war wohl zum Aussterben verurteilt. Was man nicht behaupten kann, ist, dass er sich damit nicht ordentlich Zeit gelassen hat. Bei dem Heft handelt es sich um einen Literaturkalender, der schon einige Jahre auf dem Buckel hatte, als Simenon das erste Mal Erwähnung fand und Spuren sind von ihm noch bis in die 1990er-Jahre hinein zu entdecken.
Die Antwort auf die Frage, warum Busse und auch die Metro in den ersten Maigret-Geschichten keine große Rolle spielten, lässt sich recht schlicht beantworten: Die Stories spielten zu einem großen Teil außerhalb von Paris und somit stellte sich die Frage der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für den Kommissar nicht. Spätestens in den 1940er-Jahren wurde das anders.
Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest 1938 konnten Leser in Frankreich das erste Mal die Geschichte um eine polnische Bande lesen, die den Norden terrorisierte. Sie erschien im Heft »Police-Roman«, einer Romanzeitschrift, die sich Krimigeschichten widmete und in der schon einige Stories aus der Reihe »Les Nouvelles Enquêtes du Commissair Maigret« veröffentlicht wurden.
Die Reihe der »Maigret kennt kein Erbarmen«-Pressefotos wird hier mit erst einmal beendet. In diesem von 1994 heißt es: »Kommissar Maigret (Jean Gabin, links) spricht mit Dr. Bouchardon (Paul Frankeur, rechts) über den plötzlichen Tod der Gräfin von Saint-Fiacre. Sie erlag in der Frühmesse einem Herzschlag – am Aschermittwoch, wie es ihr ein Unbekannter vorausgesagt hatte.«
Vielleicht verschmolzen die beiden Figuren hin und wieder, die reale und die erschaffene. So lautet der Titel einer Biografie auch »Der Mann, der nicht Maigret war ...« Lassen Sie sich auf diesen Seiten in die Welt der beiden entführen.
Kommissar Maigret ist unvergleichlich: Brummig und liebenswert menschlich. Häufig lässt er seine Umgebung im Unklaren darüber, was er denkt. Wir sind nicht so, hier erfahren Sie mehr.
Wie war das eigentlich mit der Entstehung der Maigrets - eine gescheite Idee zur richtigen Stunde oder eine Entwicklung? Hier finden Sie die Antworten darauf und es wird beleuchtet, wie es weiter ging.
Portale
Das von Simenon geschaffene Werk scheint ziemlich unübersichtlich. Auf dieser Seite wurde sich die Mühe gemacht, das (deutschsprachige) Werk zu ordnen und einzusortieren. Sie erhalten auf der Portal-Seite einen Überblick über die verschiedenen Verlage und Ausgaben.
Mit dem Beginn der 1930er-Jahre begannen sich Filmemacher (und Produzenten) für den Stoff von Simenon zu interessieren. Immer wieder werden die Stories für die große Leinwand adaptiert. In diesem Portal finden Sie Beiträge und Nachrichten zu diesem Thema.
Unzählige der heutigen Maigret-Freunde wurden über die Flimmerkiste infiziert. Die ersten Maigret-Verfilmungen gab es in den 1960er Jahren im Fernsehen zu sehen. Bis heute sind sowohl die Maigret-Romane wie auch die »Roman dur« beliebtes Ausgangsmaterial für neue Serien.
Wem abends die Augen zufallen, der hat genauso eine Alternative wie diejenigen, die lange Bahn- und Autofahrten unterhaltsam gestalten wollen: Hörspiele und -bücher. Wer dabei mit Stoffen von Georges Simenon versorgt sein möchte, dem mangelt es nicht an Stoff.
Verortet
Sie planen eine Reise nach Paris und wollen kleine Umwege machen, um ein wenig auf den Spuren von Maigret zu wandeln? Der Artikel »Tatorte« dürfte schon weiter helfen. In diesem Artikel bekommen Sie weitere Tipps, was bei der Maigret-Reise nach Paris zu beachten ist.
Ganz gewiss wird Maigret auch hin und wieder in einen Stadtplan geschaut haben, schließlich war die Stadt schon damals riesig und er war nicht nur in den bekanntesten Ecken der Hauptstadt unterwegs. Hier finden Sie Scans und den Index aus einer Karte um 1914.
Statistik
Simenons Ziel war es am Anfang, seine Geschichten in Zeitungen und Zeitschriften zu platzieren. Auch nachdem er einen gewissen Erfolg als »richtiger Schriftsteller« erlangt hatte, ließ er seine Romane in diesen drucken. Jetzt aber als exklusive Vorabveröffentlichungen. Wie entwickelte sich das Business? Ein Blick auf die Zahlen ...
Da hat jeder Autor seine eigenen Weg: Seinem Werk einen Titel geben. Simenon hatte den Passenden für seine Romane oft nicht mit dem ersten Wurf. Hin und wieder sogar nicht mit dem zweiten. Wie oft da vorgekommen ist, lässt sich anhand dieser Statistik nachvollziehen. Die Arbeitstitel sind übrigens in den Werkbeschreibungen notiert.
Lässt sich sagen, in welchem Monat Simenon über die Jahre wirklich produktiv gewesen war und in welchem eher faul gewesen? Erstaunlicherweise ist das Bild, das sich zeigt sehr ausgewogen. Allerdings mit deutlichen Spitzen und auch Tiefen. Gezeigt wird in der Grafik die Gesamtanzahl sowie die Anzahl der Maigrets und Romans Durs.