Werke zu dem Thema

Der Spaßvogel der »Saint-Antoine«

Die Geschichte eines Seemanns, der zurück in das Heimatland kommt, mit dem festen Vorsatz, baldigst in das Heimatdorf zurückzukehren, um seine Verlobte zu heiraten. Die Male zuvor dieses Ziel aber immer verpasst hatte, da er vorher seinen Verdienst verprasste.

Der Schornstein der »Lorraine«

Der Tote wurde in einem Schornstein gefunden, in der »Lorraine«, die in Rouen vor Anker lag. Wann der Tote in den Schornstein »fiel«, konnte man nicht genau sagen. Zwar hatte das Schiff einen Wächter, aber der war natürlich nicht immer hundertprozentig aufmerksam.

Die Akte Nr. 16

Etwas Scheußlicheres als eine Gift-Affäre gibt es nicht, sagt Leborgne und sieht es ungern, wenn der Ich-Erzähler die Akte in die Hand nimmt, die keinen Namen, sondern nur eine Nummer trägt.

Emil und sein Schiff

Der Mann muss sich entscheiden. Er hat es geschafft – ein eigenes Boot und nun war er ein angesehener Mann. Nur mit der Liebe ist das noch nicht so ganz geklärt. Da gerät Emile, sonst gradlinig, in die Bredouille.

Die beiden Alten in Cherbourg

In dem Hotel ging es folgendermaßen vor sich. Die Gäste kamen am Tage an und vertraten sich wohl ein bisschen die Füße. Dann nahmen sie noch eine Mahlzeit zu sich, legten sich dann schlafen. Am nächsten Morgen wurden sie zeitig geweckt, machten sich nach einem kleinen Frühstück fertig für eine große Fahrt. Das Gepäck wurde zu den Schiffen gebracht, und dann fuhren sie in eine andere Welt, häufig Amerika. Für die beiden Alten lief das nicht ganz so.

Malétras zieht Bilanz

Jules Malétras war wer in Le Havre. Er hatte sich aus kleinen Verhältnissen nach oben gekämpft und war dabei hart und unbarmherzig. Nun hatte er seine Firma verkauft und langweilte sich so manches Mal. Der Einstieg in ein kleines Geschäft füllte ihn nicht aus, die Liebschaft mit Lulu war insofern Ansporn, als das er sehen musste, dass es nicht seiner Frau – die viel Wert auf ihre Würde legte – auffiel. Aber so richtig in schwere See gerät Malétras erst, als er seine Geliebte umbringt.

Auf großer Fahrt

Charlotte hatte sich bereiterklärt, eine kleine finanzielle Lücke in der Anarchistengruppe zu beseitigen. Ihr schwebte dabei vor, dass sich diese Lücke gut von ihrem Liebhaber und Erpressten schließen ließe. Da hatte sie die Rechnung ohne den Zahlenden gemacht: der wehrte sich und war nach diesem Gespräch tot. Charlotte begibt sich mit ihrem Freund auf die Flucht. Es treibt sie nach Dieppe, von wo aus sie auf eine lange Fahrt aufbrechen: über Panama geht es nach Buenaventura und von dort irgendwann wieder weiter...

Der Mann aus London

Ein Mann stürzt ins Wasser, er wurde hineingestoßen – die Attacke überlebt der schwer angeschlagene Mann nicht. Der Täter flüchtet. Beobachtet hat dies der Rangiermeister Maloin, der nicht auf die Idee kommt, die Polizei zu rufen, um das Gesehene zu berichten, sondern der sich ins Hafenbecken stürzt, um den Koffer zu retten. Dieser ist voller Geld und bringt dem Bahner mehr als eine Sorgenfalte und mehr als ein graues Haar.

Die Marie vom Hafen

Zweimal Unheil in Port-en-Bessin. Der Vater von Marie und ihren Geschwistern ist verstorben. Die Weisen sollen aufgeteilt werden, nur Marie hat sich im örtlichen Bistro verdingt. Viau musste seinen Kutter versteigern, da er die notwendige Reparatur nicht mehr bezahlen kann. Der Käufer des Schiffes ist niemand anders als Chatelard, der Geliebte von Maries Schwester. Der kaufte das Schiff nur aus einem Grund: er wollte Marie erobern.

Der Präsident

Was soll man als alter Mann, der die Schlüsselpositionen der Republik bekleidet hat, tun, wenn jemand nach der Macht greift, der Dreck am Stecken hat? Für den Alt-Präsidenten ist die Frage klar: er will verhindern, dass sein Gegenspieler den Posten des Premierministers übernimmt. Er weiß, dass er ein Geständnis in der Hand hat; der Ministerpräsident in spe weiß das auch - holt er sich die Absolution oder geht er das Risiko eines Eklats ein?

Die Überlebenden der »Telémaque«

Schreckliches wirkt häufig nach: vor vielen Jahren sank ein Schiff und nur wenige Männer überlebten. Pierre Canut gehörte nicht zu ihnen, der Kapitän hatte sich den Pulsadern aufgeschnitten, sagte die anderen Geretteten. Andere behaupteten, dass es kein Selbstmord gewesen war, sondern, dass die anderen Männer überleben wollten. Der Sohn Pierre Canut, der den gleichen Namen trug, wird viele Jahre später verdächtigt, den letzten der Geretteten umgebraucht zu haben. Die Bewohner des Ortes stellen sich hinter Pierre Canut jun.

Ein gewisser Monsieur Berquin

Die Straßen der Normandie sollte Mann wie Frau mit Vorsicht befahren. Besonders bei Regen können die Kurven sehr tückisch sein. Monsieur Bidus bekommt gerade noch mit, wie das Auto vor ihm von der Straße abkommt und da konnten die Insassen von Glück sagen, dass der Pariser dies beobachtet hatte. Schließlich konnte er so noch Hilfe kommen. Monsieur Berquin war über die Hilfe vielleicht nicht so glücklich – er verlor kein Wort mehr...

Maigret und die alte Dame

Maigret bekommt in Paris Besuch von einer alten Dame. Sie erklärt ihm, dass ihr Dienstmädchen vergiftet worden wäre, aber der Anschlag wohl ihr gegolten hätte. Der Kommissar ist von der alten Dame schon so begeistert, so dass es der Aufforderung seines Chefs - der Druck vom Innenminister bekommen hat – gar nicht bedarf. Der reizende Anschein, der der Geschichte anhaftet, verliert sich schnell im Nebel der Normandie.

Sturm über dem Kanal

Maigret wollte seiner Frau immer einmal England zeigen und nun, da er im Ruhestand war, bot sich die Gelegenheit. Sie warteten in Dieppe auf die Abfahrt ihres Schiffes, die sich verzögerte, da über dem Kanal ein Sturm tobte. Der Jung-Pensionär langweilte sich sehr und wurde langsam missmutig. Da geschieht ein Mord.

Die alte Dame aus Bayeux

Das Dienstmädchen ist der Meinung, dass ihre alte Dame umgebracht wurde. Die Oberen wissen nicht genau, was sie davon zu halten haben, denn Derjenige, der unter Verdacht steht, gehört zur sogenannten besseren Gesellschaft Caens. Was bietet sich das Naheliegenderes an, als den Fall Kommissar Maigret zu geben und ihm die Schuld zuzuschieben, wenn Porzellan zerschmettert wird.

Maigret und der geheimnisvolle Kapitän

Zum Haare raufen! Da wird in Maigret ein Mann aufgegriffen, der nicht weiß wer er ist, dafür eine Kopfverletzung aufweist, die dieses Gedächtnisschwund gut erklären könnte. Andererseits, wieder sehr mysteriös, ist die Wunde aber fachmännisch behandelt worden. In mühsamer Puzzle-Arbeit und mit viel Ermittler-Glück bekommt die Polizei heraus, wer der Mann ist. Maigret bringt ihn zurück in die Heimat.

Maigret am Treffen der Neufundlandfahrer

Der Kommissar bekommt Post von einem ehemaligen Schulkameraden, der einen Schüler an die Polizei zu verlieren glaubt. Nicht in dem Sinne, dass der Junge zur Polizei gehen würde, nein, der Junge stellte sich bei der Polizei so stur an, dass jeder glaubte, er wäre der Mörder seines Kapitäns. Nur der alte Kamerad und die Mutter des jungen haben ihre Zweifel. Maigret soll die Zweifel an der Schuld des Jungen auch bei der örtlichen Polizei wecken.

Maigret und Pietr der Lette

Der Roman ist Kult. Zumindest für Simenon- oder präzisiert, Maigret-Fans. Der erste Roman aus der Maigret-Reihe und wahrscheinlich auch der, der den Ruhm von Georges Simenon begründete. Maigret will eigentlich nur einen Mann observieren, der ihm aber schon beim Empfang am Bahnhof entwischt. Dafür hat es der Kommissar gleich mit Mord zu tun.