Titel : Maigret stellt eine Falle (1955)
Verlag : Bertelsmann-Lesering
Ausgabe von : 1959 (gebunden)
Inhalt : Innerhalb kürzester Zeit werden im 18. Pariser Arrondissment fünf Frauen umgebracht. Offenbar von ein und demselben Täter, der sich immer nur in einem gewissen Umkreis des Montmartre-Viertels bewegt und immer den gleichen Typ Frau als Opfer wählt. Ein schwerer Brocken für Kommissar Maigret, zumal ihm jeglicher Hinweis auf den Täter fehlt und er zudem noch seinen Intimfeind Richter Coméliau im Nacken sitzen hat.
Bewertung : Ein ungewöhnlicher Fall für Maigret, in dessen Verlauf er mehr als einmal seinen guten Ruf und seine Karriere aufs Spiel setzt. Mit gewöhnlichen Methoden ist diesem Täter diesmal nicht beizukommen. So muss sich Maigret auf ungewohntes Terrain begeben und droht zu scheitern.
Simenon entwickelt mit “Maigret stellt eine Falle” eine geschicktes psychologisches Kriminalschauspiel, in dem man u.a. auch den berüchtigten Inspektor Lognon erleben kann ... nur diesmal von einer ganz anderen und gelösteren Seite, da seine Frau zur Kur weilt und Inspektor “Pechvogel” seine Vogelfreiheit genießt. Simenon hat sich deutlich an der Geschichte von ´Jack the Ripper´ orientiert, was er auch mehrfach offen zugibt. Transportiert in das Paris der 50er Jahre ergibt diese Geschichte - in Kombination mit der Hauptfigur Maigret - eine interessante Mischung und einen der spannensten Romane dieser Serie überhaupt.
8 / 10