Das Lesen der Memoiren erfordert ein Lexikon in der Nähe: Simenon nennt Namen, die einen Klang haben, über die man trotzdem nichts weiß. Beispielsweise Edith Cavell. Nach ihr war das Krankenhaus in Brüssel benannt, in das Simenon seine Frau zur Niederkunft bringen wollte. Es ist nur ein Absatz, in der er auf die britisch-belgische Krankenschwester eingeht, aber das erzeugte Neugierde.
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Das reizvolle an diesem Projekt für mich ist, dass ich es nicht nur mit Simenon und Maigret zu tun habe. Nein, ich bin von der Technik, mit der Webseiten betrieben werden; von den Möglichkeiten Daten zu erfassen und letztendlich auch der Gestaltung von Webseiten fasziniert. So gesehen, habe ich ständig etwas zu tun und es kommt nie Langeweile auf. Der April war so ganz ohne Langeweile.
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Der Titel soll immer einen Meilenstein darstellen. Bis hierhin bin ich schon gekommen. Es ist so, dass ich recht schnell lese, wenn mich ein Stoff interessiert. Bei diesem Buch ist es ein wenig anders: Es ist sehr interessant, keine Frage, aber ich kann es nicht einfach in einem Rutsch durchlesen. Auf jeder Seite konfrontiert Simenon einen mit interessanten oder skurrilen Details aus seinem Leben und Erleben. Das muss verarbeitet werden.
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Es erscheint einem wie ein Widerspruch, dass die Ärmsten der Armen in Hotels absteigen, weil sie sich eine Wohnung nicht leisten können. Das wäre heute ein Ding der Unmöglichkeit. Das Konzept leuchtet aber ein: Kleine, nicht gepflegte Zimmer, die sich als Wohnung nicht eignen, an Bedürftige zu vermieten. Um denen dann das Kochen auf dem Zimmer zu verbieten. Gerade denen, die sich ein warmes Essen außerhalb nicht leisten können.
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Ein wenig erleichtert bin ich schon, dass es sich leichter liest, als ich es befürchtet hatte. Einige Indizien deuten darauf hin, dass ich es früher schon einmal probiert habe. Aber diese Erinnerung kann auch trügen, schließlich haben Simenons Biographen das Gewässer »Intime Memoiren« abgefischt. So sind meine Erinnerungen vielleicht die, die aus den Biographien stammen und nicht aus dem Lesen von Simenons Buch direkt.
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Der Beginn erinnert, obwohl er in Briefform an Marie-Jo geschrieben ist, mehr an einen Roman denn an einen autobiographischen Text. Das liegt daran, dass Simenon ihr Auffinden und die darauffolgenden Tage sehr nüchtern schildert. Der zweite Teil des Briefes entwickelt sich in eine andere Richtung. Spätestens mit dem Moment, in dem er schildert, wie ihm die Asche von Marie-Jo ausgehändigt wird. Da wird es intim, ich wollte mich wegducken.
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Vor mehr als zehn Jahren bekam ich »Intime Memoiren« in einer signierten Fassung angeboten und ich hatte zugeschlagen. Es war eine Menge Geld, was wir dafür bezahlten – allerdings taten wir dabei noch ein gutes Werk. Also ging es in Ordnung. Mit dabei war auch noch ein Brief von Simenon. Wenn ich es also recht überdenke, war es nicht nur eine gute Tat sondern auch eine gute Investition. Jetzt ist wohl die Zeit gekommen, das Buch zu lesen.
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Auch das sei einmal gesagt: Ich mag geheimnisvolle Pakete, solange sie keine Bomben ins Haus bringen. An so etwas habe ich große Freude, auch Jahre später noch. Unlängst berichtete ich über eine Nouchi-Erzählung, sie sich in einem zugesendeten Heft verbarg. Gestern habe ich mir die beiden anderen Suspense-Hefte noch mal zu Gemüte geführt, in der sich – Überraschung! – auch Simenons verbargen, wiederum Non-Maigrets.
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Schon seit vielen Jahren gibt es die Wayback Machine, mit der man archivierte Internetseiten durchsuchen kann. Ein Blick zurück ist manchmal recht hilfreich. Das funktioniert nicht für jede Seite einer kleinen Präsenz und es ist auch nicht komplett, aber um einen Eindruck zu bekommen, ist das hilfreich. Aus der Wikipedia heraus wird gern auf solche Snapshots verwiesen, da dadurch weniger tote Links entstehen. Der Grund meines Besuchs war ein solch toter Link.
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Gestern bekam ich mit, dass es im Herbst neue Hörbücher geben wird, herausgegeben von DAV. Nun bin ich zwar ein Vertreter der Fraktion »Form folgt Inhalt«, aber eine sekundäre Tugend ist es schon, wenn eine Sache ästhetisch ansprechend gestaltet. So habe ich die Cover, der kommenden Hörbücher auch interessiert betrachtet. Den Schriftzug von »Maigret« fand ich sehr gelungen. Dann sah ich das eine Bild.
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Ehrlich gesagt habe ich den Schritt lange heraus gezögert, da ich die Hoffnung hatte, dass es vielleicht noch was wird oder sich noch ein paar Interessenten melden. Allerdings ist das nicht passiert, was sehr schade ist, da solche Gespräche in der Regel ganz interessant waren also vermutlich auch geworden wären, und zum anderen ist Bremen auch eine sehr schöne Stadt, die im Mai ihre Reize voll ausgespielt hätte.
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Das Wochenende nähert sich dem Ende. Es ist nicht zu glauben, dass wir vor einer Woche noch Schnee hatten. Gestern war Gartenarbeit angesagt, heute so manches auf der Webseite - im Garten sitzend. Im Spiegel, vermute ich, werde ich gleich sehen, dass ich einen leichten Sonnenbrand habe. Aber es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt: Ich habe der Hummel und dem Zitronenfalter guten Tag gesagt und einen uralten Fehler entdeckt und beseitigt.
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