In nur drei Maigrets spielte Gabin den Kommissar. Trotzdem ist er der Über-Maigret. Er spielte die Rolle mit einem Augen-Zwinkern und viel Menschlichkeit. In den Filmen stimmte alles: Schauspieler, Story und Ausstattung. Gabin kann als Referenz gelten.
169 Wörter, 1170 Zeichen: Dabei handelt es sich nicht um den kürzesten Roman Simenons sondern um eine prägnante (augenzwinkernde) Zusammenfassung Simenons Leben. Wer die ausführlichen Fassungen nicht mag, wird hier bedient.
Wer war der Mann, der es im Jahr auf drei bis vier Veröffentlichungen schaffte und ein so immenses, qualitativ hochwertiges literarisches Erbe hinterließ? Simenon kannte nicht nur das Arbeiten, er wusste auch zu leben und zu lieben. Ein kleiner Einblick...
Das Herbstprogramm Kampas im Bereich Simenon umfasst einen offiziellen Teil, der im Katalog angekündigt ist – und einen inoffiziellen Teil, der aus Publikationen besteht, die ursprünglich in Vorprogrammen vorgesehen waren, jedoch aus nich erläuterten Gründen nicht in den Buchhandel gelangten. Sowohl der offizielle als auch der inoffizielle Teil sind überschaubar.
Die schlechte Nachricht zuerst: An eine Neuauflage ist nicht gedacht. Die Gute hinterher: Auf wenn jetzt ein wenig rumgenölt wird, so ist doch das Buch von Alfred Marquart unterhaltsam und lesenswert. Man darf die Maigret-Zusammenfassung nur nicht in einen enzyklopädischem Kontext auffassen. Dann macht es Spaß!
Ein paar Jahrzehnte ist es her, dass sich ein deutscher Verlag gewagt hat, einen Comic auf Basis einer Simenon-Geschichte herauszubringen. Nun wäre es leicht, sich bei einem solchen Unterfangen dem Kommissar zu widmen. So wie es in den 1990er-Jahren passierte. Aber stattdessen betritt der Carlsen-Verlag mit einem Roman Dur die Simenon-Comic-Bühne.
Denkt man an Simenon, so hat man sofort Maigret im Kopf. Aber Maigret war nicht der einzige Polizist (Ermittler), der der Feder Simenons entsprungen ist. Der kleine Doktor hat es in eine Fernsehserie geschafft und auch den Anderen sollte man eine Chance geben.
Zu den guten Simenon-Nachrichten in diesem Jahr gehört, dass wir einen neuen Simenon in deutscher Sprache »geschenkt« bekommen haben. Mit Richter Froget dürfen wir eine neue Figur aus dem Simenon-Universum kennenlernen. Diese Geschichten hatte Simenon zum allergrößten Teil als »Georges Sim« veröffentlicht, heißt also unter Pseudonym.
Der Kampa-Verlag hat preisgegeben, was er im nächsten Frühjahr veröffentlicht. In der Vorschau sind zwei Titel von Simenon zu finden: Bei dem einen Titel handelt es sich um den Reportage-Band (der vor ein Paar Jahren schon angekündigt war) und man sich nun freuen kann, dass er erscheint. Die zweite Veröffentlichung ist ein weiterer Pre-Maigret.
Die ersten Ausgaben von Simenon erschienen 1935 in Deutschland. Damals noch unter dem Namen Georg Simenon. In den vergangenen neunzig Jahren sind eine Vielzahl von Ausgaben erschienen.
Da kommt man sich einigermaßen dumm vor, wenn man in einer Rubrik das Wort »Garant« verwendet und sich herausstellt: Pustekuchen! Indizien tauchten schon im Frühjahr auf, als die ersten Titel gar nicht oder später erschienen. So etwas passiert und kann die verschiedensten Gründe haben. Aber im Oktober gab es nicht nur keinen Non-Maigret – es gab nichts.
Gut Ding will Weile haben – nun ist es aber so soweit: Am 31. Mai erschien der erste Band der Simenon-Bibliografie, in dem die deutschsprachigen Maigret-Veröffentlichungen gelistet sind. Herausgekommen ist ein merkwürdiger Zwitter aus einer Bibliografie und einem Werkführer, denn zu jeder einzelnen Maigret-Geschichte gibt es einen kleinen Teaser.