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Früh-Herbst


Der Maigret-Herbst startet dieses Jahr sehr früh. Genau genommen am 22. Juni. Das verrät zumindest die Herbst-Winter-Vorschau des Audio-Verlages, die dieser Tage veröffentlicht wurde. An diesem Tag erscheinen die von Walter Kreye gelesenen Maigret-Romane »Maigret und der gelbe Hund« sowie ein einer Retro-Ausgabe »Maigret macht Ferien«, in beiden agiert der Kommissar außerhalb seiner Komfortzone.

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Ob man beim dritten Programm schon von traditionell sprechen kann, sei einmal dahingestellt, aber es ist zumindest eine Regel, dass alle Maigret-Geschichten, die im Kampa-Verlag erscheinen, auch als Audio-Buch erscheinen. Damit ist gesetzt, welche Maigret-Geschichten uns erwarten. Neu hingegen ist, dass sich die Veröffentlichung von Juni bis Februar zieht. Es gibt starke Indizien, dass auch die Bücher nun nicht mehr auf einen Schlag erscheinen, sondern sich über ein paar Monate ziehen. Da bleibt aber die Herbstvorschau von Kampa abzuwarten, die wohl auch in den nächsten Wochen zu erwarten ist.

Der Notstand ist zwar noch nicht ganz so groß, da von »Maigret und der Clochard« noch aus der letzten Diogenes-Ausgabe diverse Exemplare im Umlauf sein dürften. Davon ausgehend, dass der Roman immer noch Stoff im Französisch-Unterricht ist, dürfte sich hier der Kreis der Rezipienten erheblich erweitern: Statt es auf Französisch lesen zu müssen, nun auf Deutsch vorgelesen zu bekommen, ist ja noch mal um einiges besser als eine deutsche Buchausgabe.

Bei zwei der acht Maigret-Erscheinungen handelt es sich um Neuübersetzungen. Hier die erwartete Reihenfolge:

Juni 2019

September 2019

November 2019

Februar 2020

Die Glocken von Bicêtre

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Vor nicht allzu langer Zeit war mir aufgefallen, dass ich einen Roman nicht auf meiner »Fünf Beste«-Liste habe, der es unbedingt verdient hat, auf einer Besten-Liste aufzutauchen. Da ich keinen der anderen Romane von der Liste nehmen wollte, entschloss ich mich eine Nachnominierung vorzunehmen. Es handelt sich dabei um »Die Glocken von Bicêtre« und ich freue mich schon, die Geschichte im Herbst wieder mal zu lesen (oder zu hören).

Vorgelesen wird er von Wolfram Koch, der für den Audio-Verlag schon den Roman »Das blaue Zimmer« gelesen hat. Bei der Fassung handelt es sich um die Übersetzung von Hansjürgen Wille und Barbara Klau, die von Mirjam Madlung überarbeitet wurde.

Die Lesung erscheint im September.

Die Fantome des Hutmachers

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​Der zweite Klassiker, der uns im Herbst erwarten wird, ist der in La Rochelle spielende Roman »Die Fantome des Hutmachers«. Die Geschichte hatte es auf Anhieb auf die maigret.de-Bestenliste geschafft. Anscheinend wahllos werden in der Stadt Frauen ermordet. Ein »kleiner« Schneider weiß mehr, sieht sich aber nicht in der Lage, sich zu offenbaren. Der Mörder, ein Hutmacher, gehört zu den Notabeln von La Rochelle. Wer würde da einem kleinen Schneider glauben?

Es handelt sich bei der Ausgabe um eine Neuübersetzung, die in den Händen von Mirko Bonné und Juliette Aubert lag. Gelesen wird die Geschichte von Heikko Deutschmann, der damit seine Premiere als Simenon-Vorleser feiert. Der 1962 in Innsbruck geborene Schauspieler ist eine profilierter Vorleser, der eine ganze Reihe von Romanen vorlas, zum Beispiel von Frank Schätzing »Limit« und »Der Mackenzie Coup« von Ian Rankin (letzteres übrigens auch schon für den Audio Verlag). Darüber hinaus ist er immer wieder in den verschiedensten Fernsehserien zu sehen wie auch im Tatort oder Polizeiruf 110.

Die Lesung erscheint im September.

Weihnachten in Paris

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Weihnachtlich wird es mit den beiden Erzählungen, die unter dem Titel »Weihnachten in Paris« erscheinen werden. Dabei handelt es sich um die zuletzt 2009 erschienen Erzählungen »Sieben Kreuzchen in einem Notizbuch« und »Das Restaurant an der Place des Ternes«. Beide Erzählungen spielen in Paris und gelten als Non-Maigrets. Gelesen werden die beiden Erzählungen hier von Felix von Manteuffel, der letztens erst »Chez Krull« einlas.

Ein wenig gespannt bin ich auf die Bibliographie der Erzählungen, denn im Prospekt ist davon die Rede, dass die Erzählungen ursprünglich von Hansjürgen Wille und Barbara Klau übersetzt worden wären. Da das meine Bibliographie so überhaupt nicht hergibt, bin ich natürlich neugierig, welche Ausgaben es von Kiepenheuer & Witsch bzw. Heyne es gibt, in der die Erzählungen von 1982 erschienen sind. Die Übersetzungen sind nun von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz überarbeitet worden.

Die Lesung erscheint Ende Oktober.