Boy

Nachnominierung


Listen, die nicht auf Fakten beruhen, sind immer problematisch. »Hit-Listen«, wie ich sie auf dieser Seite auch pflege, gehören da natürlich unbedingt zu. Es ist interessant zu sehen, dass aber gerade diese Seiten zu denen gehören, die am häufigsten aufgerufen werden. Umso bitterer ist es, wenn ich hin und wieder feststelle, dass ein Roman von Simenon unverdienterweise nicht erwähnt wird.

​Diesem Dilemma will ich nun aus dem Weg gehen und pflege hier eine kleine Liste von Titeln, die ich für ebenso beachtenswert halte oder gar liebe. Bei denen ich mich frage, warum ich sie nicht mit auf die Liste genommen habe.

Die Glocken von Bicêtre

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​Top-Kandidat Nummer 1 für eine solche Liste muss »Die Glocken von Bicêtre« sein. Ich hatte beim ersten Lesen dieses Romans schon drei oder vier Non-Maigrets gelesen. Dass man bei Simenon nicht unbedingt mit einem Happy End rechnen sollte, war mir bewusst. Dass man am Anfang schon mit der Katastrophe konfrontiert wird, war mir indes neu (jenseits der Krimi-Welt, bei der es in der Regel mit einer Katastrophe losgeht…)

Es gibt den etwas derben Ausdruck »Passt wie Arsch auf Eimer«, von dem ich mir gut vorstellen könnte, dass er gern im militärischen Umfeld benutzt wird. Bei mir war es ein wenig anders: Ich war gerade im Zivildienst und hatte mit Menschen zu tun, denen das Gleiche widerfahren war, wie es René Maugras passiert war - Schlaganfall. Es war sehr hilfreich, zu lesen, wie es sein könnte, wenn man dort liegt, und nicht mehr kommunizieren kann und zu kämpfen hat, wieder in das Leben zurückzukehren. Zweifellos ist dies einer der stärkten Non-Maigret-Arbeiten, die Simenon geschrieben hat.

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