Die Notbremse

Der Mann, ein Kerzenfabrikant, scheint schwer in Nöten zu sein. Trotzdem ist er Dollent nicht sonderlich sympathischn. Ist es die Professionalität des Arztes auf dem Detektiv-Gebiet, die es ihm gebietet, den Fall anzunehmen? Hatte er längere Zeit nichts mehr zu tun gehabt, dass es ihn einfach nur juckte und er den erstbesten Fall annahm, der ihm angeboten wurde?

Über die Story


Der Mann, ein Kerzenfabrikant, scheint schwer in Nöten zu sein. Trotzdem ist er Dollent nicht sonderlich sympathisch. Ist es die Professionalität des Arztes auf dem Detektiv-Gebiet, die es ihm gebietet, den Fall anzunehmen? Hatte er längere Zeit nichts mehr zu tun gehabt, dass es ihn einfach nur juckte und er den erstbesten Fall annahm, der ihm angeboten wurde?

Die Geschichte des Mannes, Chaput sein Name, hörte sich sehr merkwürdig an: er fuhr mit dem Zug nach Marseille und hatte sich im Liegewagenabteil niedergelassen. Chaput war kein schöner Mann:

Alles sprach gegen ihn: seine larmoyanten Augen, sein Doppelkinn, seine Hängebacken und dieser Bauch, den eine Weste, über die sich eine dicke Uhrkette spannte, kaum zurückhielt.

War kein Platz mehr im Zug oder ließ sich die Dame davon nicht abschrecken, jedenfalls trat eine Dame in sein Abteil und legte sich nieder. Chaput, der Schlafen wollte, aber nicht konnte, wurde abgelenkt von der Dame. Sie rauchte, was er gar nicht mochte und machte keine Anstalten, zu schlafen. Stattdessen stand sie nochmals auf und betätigte die Notbremse. Das nun Kommende war überhaupt nicht erquicklich: sie wollte nicht aus dem Zug springen, sondern blieb seelenruhig sitzen, bis der Schaffner bei ihr eintraf. Dem erklärte sie, dass ihr Abteilnachbar sie auf das Abscheulichste und Unanständigste belästigt hätte. Chaput glaubt, seinen Ohren nicht trauen zu dürfen. Er, der Kerzen für Kirchen produzierte?

Er mochte an die Konsequenzen gar nicht denken. Wenn einmal davon abgesehen wird, dass ihm natürlich keiner glaubte und die übrigen Passagiere im Zug in wie ein abscheulichen Lüstling anstarrten, so musste er auch noch zur Polizei und seine Aussage abgeben, während die Frau – Dame wollte Chaput sie nicht nennen – Anzeige gegen ihn erstattet hatte.

Das Merkwürdige war, dass sie eine falsche Adresse angegeben hatte und nun wollte Chaput herausbekommen, was es mit der Geschichte auf sich hat, den er befürchtete, dass sein ohnehin nicht gutgehendes Kerzengeschäft einbrechen würde, wenn die kirchlichen Kreise davon Kenntnis erhielten.

Der Doktor stürzt sich damit in seinen abenteuerlichsten und gefährlichsten Fall.

Deutschsprachige Ausgaben

Eine Ausgabe

1977

Die Notbremse
in »Der kleine Doktor«
Kiepenheuer & Witsch
Übersetzung: Hansjürgen Wille/Barbara Klau

Cinema & TV

Die Notbremse
1974 - Deutschland
ein Film von Wolfgang Becker
mit Peer Schmidt [Dr. Dollent],
Inken Sommer [Germaine]

Hörspiele & -bücher

Für dieses Werk liegen keine Informationen über Hörspiel- oder -buch-Bearbeitungen vor.