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Reportage
Das Jahr schließt mit einer satten Neuigkeit: eine bisher nicht in Deutschland veröffentlichte Reportage hat ihren Weg zu den deutschen Lesern gefunden. Diese Reportage ist keine Neuentdeckung im klassischen Sinne. Zitate über den Simenons Begegnung mit Hitler und Deutschland im Jahr 1933 fanden sich schon in Biographien, die seit über zehn Jahren auf dem Markt sind. Nun wurde die Reportage von Simenon in dem Band »Reisen ins Reich« (Herausgeber: Oliver Lubrich) veröffentlicht.
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Beim letzten Mal habe ich noch geunkt, dass wenn Diogenes so weiter macht, hier jedes Mal über das Diogenes-Magazin geschrieben werden muss. Zu unserem Schaden soll das sein, aber ich habe den Eindruck, jetzt erleben wir einen letzten Paukenschlag - dann wird erst einmal Ruhe sein. Mit Maigret. Mit Simenon.
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Es ist allseits bekannt, dass Simenon in Lüttich als Journalist arbeitete und so zum Schreiben fand. Auch in späteren Jahren, er war als Schriftsteller schon erfolgreich, arbeitete Simenon hin und wieder journalistisch. Ein kleiner Überblick über die Resultate.
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Werke zum Thema
Wenn Sie denken, eigentlich könnten wir mal (wieder) nach Frankreich fahren, aber sich dann nicht durchringen können, aber in ihrer Urlaubswahl immer noch ratlos sind und dann doch wieder mit Frankreich liebäugeln - also den abschließenden Schubs in die kulinarische Republik brauchen, dann lesen Sie diese Reportage. Es macht einfach Spaß mit Simenon diese Tour durch Frankreich zu fahren, es macht Appetit auf mehr und man sieht in dieser Reportage, dass Simenon wirklich humorvoll schreiben kann.
Die Insel Ré, La Rochelle vorgelagert, ist heute ein Urlauber-Paradies. Sie beherbergt noch ein Gefängnis und von diesem wurden früher französische Strafgefangene in die Kolonien zur Zwangsarbeit verbracht. Simenon dokumentiert in dieser Reportage den Tag einer solchen Verschiffung.
Diese Reportage über die Pariser Kriminalpolizei schrieb Simenon nach dem Erscheinen seiner ersten Maigrets und diese Besuche hinterließen deutliche Spuren in seinem Maigret-Werk. Schon dieser Aspekt macht ein Lesen dieser Reportage interessant.
Sie interessiert die Arbeit der Polizei in den dreißiger Jahren? Vielleicht noch mit Informationen über die Verbrecher der damaligen Zeit gespickt? Dann werden Sie mit dieser Reportage goldrichtig bedient: Simenon durchleuchtet den Apparat der Pariser Polizei, betrachtet dabei den Verbrecher wie seinen Jäger und zeichnet den Umbruch auf, der sich in der Pariser Polizei zu der damaligen Zeit abzeichnete.
Affären verblassen und so wie heute kaum noch jemand um die Affären, die vor zwanzig Jahren aufgedeckt wurden, redet, so schnell verblasste auch die Erinnerung an die Affäre »Stavisky« in Frankreich, obwohl sie ein ganz großer Aufreger war. Simenon fühlte sich noch einmal als Journalist berufen und schrieb eine Artikelserie zu dem Skandal.
In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts befand sich Frankreich in einer tiefen Krise und Simenon untersuchte die Symptome dieser Krise in Frankreich. Dabei macht er Beobachtungen, die uns heute noch Gültigkeit haben.
Simenon besucht Istanbul auf der Suche nach Kriminellen. Er findet allerdings zuerst Polizisten, die versuchen ihm weiszumachen, dass es so etwas überhaupt gar nicht mehr gäbe.
Die Berichte, die dieser Reportage zugeordnet wurden, erschienen in einem Zeitraum zwischen Februar und September 1935. Simenon befand sich zu der damaligen Zeit auf einer Weltreise und berichtet von dieser in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen in launiger Form.
Simenon hat sich 1946 auf dem Weg von Kanada nach Florida gemacht. Davon ausgehend, dass die hier beschriebene Reportage nicht der Sinn der Reise war, kann man feststellen, dass »Durch Amerika mit dem Auto« auch heute noch eine aufschlussreiche Reportage ist.
Diese Inselgruppe liegt ganz schön weit weg. Trotzdem schaffte es Simenon, sich mit einem Verbrechen, welches auf der Insel geschah, auseinanderzusetzen. Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung von Zeitungsartikeln, der Mitte der 30er Jahre in einer Tageszeitung erschienen ist und bisher nur einmal in deutscher Übersetzung erschienen ist.
Eine Reportage über die Passagiere, die an Bord der Passagierdampfer der 20er und 30er Jahre nicht sofort ins Auge fielen, und über die Dampfer, die als Massentransporter arme und vertriebene Menschen von einem Kontinent zum anderen schipperten.

Zahltag in einer Bank

In diesem Band, der 1984 veröffentlicht wurde, befinden sich Reportagen Simenons wieder, die sich mit Frankreich beschäftigen. Die Themenpalette ist weit gefasst: Es geht von Reiseberichten über Berichte über Polizeiarbeit hin zu einer Reportage über die Wirtschaftskrise im Frankreich der 30er Jahre.

Die Pfeife Kleopatras

Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts bereiste Simenon die ganze Welt und ließ dabei wirklich keinen Kontinent aus. So manches von dem Erlebten wurde später von dem Schriftsteller in seinen Romanen und Erzählungen verwendet. Begleiten Sie auf diesen Reportagen Simenon in die weite Welt und ihre Probleme.