Écrire l’homme


Das Buch erinnert ein wenig an das Simenon-Begleitbuch der Bibliothèque de la Pléiade. Unterschied Nummer 1 ist die Farbigkeit des Covers dieses Buches, Unterschied Nummer 2: das vorliegende Buch von Michel Lemoine, einem ausgewiesenen Simenon-Kenner, erschien als Taschenbuch. Gedruckt wurde auf Hochglanzpapier, das Buch, welches (ebenfalls) von Gallimard herausgegeben wurde, ist nicht auf billig gemacht.

Interessant sind schon die ersten Seiten gestaltet: auf der linken Seite einer Doppelseite ist ein Foto von Simenon aus einer entsprechenden Epoche zu sehen, während auf der rechten ein Manuskript aus der jeweiligen Zeit abgebildet wurde. Erst dann kommt das Inhaltsverzeichnis des Buches, dem man entnehmen kann, dass das Buch in fünf Kapitel gegliedert ist. Das hundertvierundvierzigseitige Buch ist reich illustriert: zum einen mit Abbildungen von Simenon aus den verschiedensten Lebensbereichen, seinen Büchern und Ausschnitten aus seinen Filmen. Eine Ähnlichkeit zum Begleitbuch der Pléiade weist dieses biographische Buch ebenfalls auf: es hat einen recht geringen Textanteil und kommt mit großer Schrift daher, wirkt also für Denjenigen, der die französische Sprache nicht zu seinem täglichen Brot zählt, nicht abschreckend.

Erwähnenswert ist der exzellente Anhang: in diesem finden sich unter anderem Briefe, ein umfangreicher geographischer Index und eine Bibliographie zu Sekundärliteratur, die sich allerdings nur auf französischsprachige Literatur bezieht. Das Buch erschien 2003 und kostet in Frankreich 11,60 Euro und ist bei Gallimard erschienen.