Nach langer Zeit ist es endlich geschafft. Die Georges-Simenon-Gesellschaft ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Kiel eingetragen worden. Spötter unkten schon, dass es wohl nichts mit einer Gründung im Jahr des 100. Geburtstags des Schriftstellers werden würde der Glaube versetzte aber auch hier Berge.
Ein kleiner Rückblick: Die Idee zur Gründung einer solchen Gesellschaft entstand im Sommer 2001 im Forum des »Quai des Orfèvres«. Ein erstes, vorbereitendes Treffen fand im Februar 2002 in Bremen statt. Anschließend wurde die Satzung ausgearbeitet und die Ziele des Vereins definiert. Am 22. Oktober 2002 fand die offizielle Gründung statt und wurde die Satzung beschlossen. Ein Jahr hat die offizielle Beglaubigung gebraucht, was zum großen Teil an der räumlichen Entfernung der Gründungsmitglieder lag und immer wieder zu Verzögerungen führte. Das hielt die Mitglieder nicht davon ab, fleißig zu wirken: So wurde zum Beispiel die Maigret-Nacht in Ganderkesee mitorganisiert und eine Expedition nach Lüttich zur Simenon-Ausstellung organisiert. Einige Mitglieder gaben in den Medien Interviews zum Thema Simenon. Weitere Informationen zur Gründung finden Sie im »Jahrbuch 2003« der Georges-Simenon-Gesellschaft, welches im Wehrhahn-Verlag Ende diesen bzw. Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.
Wenn Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben, können Sie sich hier über die Satzung der Simenon-Gesellschaft informieren.
Andere Nachrichten
Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 08.11.2003
Letzte Änderung: 30.11.1999
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