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Dossier Maigret

imageWahrscheinlich interessiert es nur noch eine einzige andere Person in Deutschland. Aber mir will partout nicht einfallen, wer das sein könnte. Mir fällt es schon schwer vorzustellen, dass sich genügend Interessenten für ein solches Buch, wie dieses, in französischsprachigen Landen finden lassen. Es ist doch ziemlich speziell.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eine recht subjektive, deutsche Sicht ist mir dann aber doch klar.  Es geht in »Dossier Maigret - Les enquêtes de Bruno Cremer« um die Maigret-Serie im französischen Fernsehen, die seit - man muss es so sagen - Urzeiten dort läuft. Immerhin ist Bruno Cremer seit zwanzig Jahren der Maigret im französischen Fernsehen, Nachfolger von Jean Richard, Erbe von Richard Davis und von der Statur her am ehesten Jean Gabin gewachsen. Womit wir die wichtigsten vier Maigret-Darsteller in einem Satz untergebracht haben, ohne einmal zu schimpfen.

Der Titel wäre eigentlich auch ein ganz gelungener Titel für den Biographie-Band über Maigret gewesen, aber der erschien in einer Serie. Passte also nicht und so blieb es Jacques-Yves Depoix sich diesen griffen Namen zu nehmen, um darunter die Untersuchungen Bruno Cremers zu publizieren.

Das Buch ist im November 2008 erschienen und auf dem Foto, dass ich zuerst bei Amazon sah, sah es so aus, als hätte das Buch einen edlen Leder-Einband. Was es bei einem Preis von 25 Euro durchaus verdient hätte, bei näherem Hinsehen und dem Vergleich mit anderer französischsprachiger Literatur aber ein recht hirnrissiger Gedanke ist. Natürlich hat das Buch einen Taschenbuch-Umschlag, wie fast jede andere Buch aus der Nischen-Sekundärliteratur. Und wie man dem einleitenden Absatz entnehmen kann, ist es natürlich nur für wahre Enthusiasten etwas.

Im ersten Teil beschreibt der Autor die Entstehung der Serie und wirft einen Blick auf die Persönlichkeit und das Werk Bruno Cremers.

Dann geht es ans Eingemachte: Jede einzelne Serie wird ausführlich beschrieben. Dabei geht es nicht nur um eine reine statistische Abhandlung, wer wann wo aufgetreten ist, sondern es wird der Inhalt beschrieben. Desweiteren wird darauf hingewiesen, was die einzelnen Schauspieler in den Folgen auszeichnet.

Der Band erschien im Verlag »encrage«.

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Ein Herr ohne Kleingeld

minipicEine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Maigret und sein größter Fall

minipicAuf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Claude Chabrol gestorben

minipicIm letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Bruno Cremer verstorben

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Simenon - Ausgewählte Romane in 50 Bänden

Nachdem der letzte Band der Maigret-Werkausgabe erschienen war, fragte ich, wie es denn jetzt weiter gehen würde. Ich schrieb damals: Überhaupt: Was kommt nun? Zieht Diogenes so etwas auch mit den Non-Maigrets durch? Ich erwarte das eigentlich nicht. Wie es sich zeigt, sollte ich Recht behalten.
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Artikelhistorie

»Maigret macht jedem Angst«

1993 bekamen die Deutschen ihn erstmals zu sehen, zwei Jahre nach dem Drehbeginn der ersten Maigret-Folgen mit Bruno Cremer. Der Schauspieler löste in Frankreich Jean Richard als Maigret aus, der es geschafft hatte, jeden Maigret-Roman zu verfilmen, manchen sogar zweimal.

Bruno Cremer

Lange Zeit galt er unter den Maigrets als der Neue. Mittlerweile wurde er von einem Italiener ausgestochen. Wie Jean Richard hat auch Bruno Cremer das Problem, dass in Deutschland als Maigret nicht akzeptiert wurde.

Bruno Cremer im Interview

Die Presse sah darin eine Wechsel in der Philosophie des Senders, weg vom reinen Infotainment-Kanal (ja, das war damals so ein Schlagwort), hin auch zum Unterhaltungsprogramm. Was ließ die Journalisten so etwas schreiben? Die Ausstrahlung der bis dahin in Deutschland noch nicht gezeigten Folgen von Bruno Cremers Maigret, produziert vom französischen Fernsehen.

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Erstellt: 19.04.2009

Letzte Änderung: 19.04.2009