Die beiden Alten in Cherbourg

In dem Hotel ging es folgendermaßen vor sich. Die Gäste kamen am Tage an und vertraten sich wohl ein bisschen die Füße. Dann nahmen sie noch eine Mahlzeit zu sich, legten sich dann schlafen. Am nächsten Morgen wurden sie zeitig geweckt, machten sich nach einem kleinen Frühstück fertig für eine große Fahrt. Das Gepäck wurde zu den Schiffen gebracht, und dann fuhren sie in eine andere Welt, häufig Amerika. Für die beiden Alten lief das nicht ganz so.

Über die Story


In dem Hotel ging es folgendermaßen vor sich. Die Gäste kamen am Tage an und vertraten sich wohl ein bisschen die Füße. Dann nahmen sie noch eine Mahlzeit zu sich, legten sich dann schlafen. Am nächsten Morgen wurden sie zeitig geweckt, machten sich nach einem kleinen Frühstück fertig für eine große Fahrt. Das Gepäck wurde zu den Schiffen gebracht, und dann fuhren sie in eine andere Welt, häufig Amerika.

Das Gepäck wurde ihnen zum Schiff gebracht.

Das Gepäck der beiden alten Herrschaften wurde aber wieder zurückgebracht. Mit ihnen kamen auch die beiden Alten.

Sie wollten wieder übernachten, hatten aber eigentlich kein Geld. Auf die Straße konnte man sie schlecht setzen. Allerdings war es so, dass die Hoteleigentümer auch nicht die reichsten Leute waren, und einfach so fremde Leute durchfüttern konnten. Das war alles nicht sehr leicht.

Zu allem Unglück musste da auch noch diese Sprachbarriere sein: denn die beiden Alten sprachen nur eine Sprache, die im Hotel keiner Verstand und mit den gängigen Sprachen kam man bei den Fremden nicht an. Nur ein ratloses Gesicht und Gesten von Achselzucken waren zu beobachten. Der Alte fuchtelte mit einem Wisch herum, aber den konnte auch keiner richtig lesen. Man wusste sich nicht anders zu helfen, als im Ort einen alten Kapitän aufzusuchen, der früher viel in Ost- und Südosteuropa aufgehalten hatte. Der konnte sich dann mit Händen und Füßen mit den beiden verständigen.

Genaustes war aus ihnen nicht herauszubekommen. Außer: ihr Sohn wäre jemand Reiches aus Amerika und wollte mit dem Schiff kommen. Seine Eltern mitnehmen nach Amerika, damit sie bei ihm Leben konnten. Damit sie die Reise nach Cherbourg angetreten konnten, hat er ihnen einen wirklich großzügigen Scheck geschickt. Leider war eine kleine Formalität nicht beachtet worden, so dass keine Bank ihn auszahlen konnte.

Von ihrem Ersparten hatten sie die Reise nach Frankreich angetreten. Und jetzt kam er nicht, und sie hatten kein Geld mehr.

Der Scheck beruhigte die Hotelbesitzer etwas, auch wenn sie nicht unmittelbar etwas davon hatten. Aber für die alten Leute kam es noch schlimmer.

Deutschsprachige Ausgaben

Eine Ausgabe

1990

Die beiden Alten in Cherbourg
in »Die beiden Alten in Cherbourg«
Diogenes (detebe 21943)
Übersetzung: Inge Giese

Cinema & TV

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Hörspiele & -bücher

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