Norcklid war abgehauen und ein Gefühl der Erleichterung machte sich breit. Schließlich hatte der Mann die ganze Zeit weggewollt. Unter den ganzen unsympathischen Typen schien er noch jemand zu sein, der Anstand hat. Aber in diesem letzten Teil unserer Reise wird es Zeit, den Sympathiekompass neu auszurichten. Die Hoffnung liegt wie so oft auf den jungen Leuten.
Mit der Liebe ist das bei Simenon so eine Sache. Zu behaupten, dass der Belgier dieses Thema in seinen Romanen nicht thematisiert habe, würde es nicht treffen. Galante und leichte Stoffe sollten sich Leser:innen jedoch nicht erwarten. Die Liebesromane, die er in den 1920er-Jahren unter diversen Pseudonymen als Massenware schrieb, mögen seinen Stil geformt haben – aber eine gewisse Distanzierung ist hier schon zu verspüren.