Wer kennt nicht das Problem? Man steht in Paris in einer beliebigen Straße und fragt sich, ob einem der Name bekannt vorkommen müsste. Vielleicht taucht so eine Frage ja nicht in der französischen Metropole auf, sondern an einem ungemütlichen Herbstabend im heimischen Wohnzimmer. Bevor man jetzt sämtliche Simenons durchforstet, die man hat, wäre es gut, wenn es ein Werk gäbe, in dem man unkompliziert nachschlagen könnte.
Ein solches Buch gibt es schon. Michel Lemoine hat »Paris – chez Simenon« geschrieben und im Jahr 2000 in der Société d’Edition le belles lettres« herausgebracht. Für den stolzen Preis von 29 Euro dürfte der Simenon-Wissensdurstige alles über die Pariser Ecken erfahren, in denen Simenon- insbesondere Maigret-Romane gespielt haben.
Das Buch erinnert ein wenig an das Simenon-Begleitbuch der Bibliothèque de la Pléiade. Unterschied Nummer 1 ist die Farbigkeit des Covers dieses Buches, Unterschied Nummer 2: das vorliegende Buch von Michel Lemoine, einem ausgewiesenen Simenon-Kenner, erschien als Taschenbuch. Gedruckt wurde auf Hochglanzpapier, das Buch, welches (ebenfalls) von Gallimard herausgegeben wurde, ist nicht auf billig gemacht.
Die Ausstellung in Paris läuft im Augenblick noch, da kommen Hinweise, dass es so eine Ausstellung schon einmal gegeben haben könnte. Zumindest lässt dieses eine Publikation des »Musée de la Photographie à Charleroi« erahnen, welche 1999 erschienen ist. In diesem Buch mit Texten von Alain Bertrand und Jeanne Vercheval-Vervoort sind auf 96 Seiten Fotografien von Georges Simenon zu finden.
Die Maigret-Reihe mit Jean Richard in der Hauptrolle wanderte durch verschiedene Sender im deutschen Fernsehen. Sie startete Anfang der siebziger Jahre in der ARD, Ende der siebziger Jahre zeigte das ZDF eine Reihe von Folgen und später zeigten das DDR-Fernsehen Folgen aus der Reihe, die unter dem Obertitel »Les Enquêtes du Commissair Maigret« produziert wurden.