Umherspazieren

Eines der interessanteren autobiographischen Zeugnisse ist »Als ich alt war«, in dem sich spannende Bekenntnisse und Erkenntnisse über Georges Simenon fanden und der sich sehr gut lesen lesen lässt. Jedoch ist dieser Text auch ein Steinbruch für Anthologien. In den Leserbüchern finden sich immer wieder Texte mit dem Titel »Über dieses und jenes«.

Über die Story


Erst sind da die Augenblicke der Überraschung und großen Neugierde: Es gibt ein Buch übers Wandern und Simenon taucht darin auf? Welche Erzählung könnte es sein? Ist es etwas ganz Neues? Eine ausgewiesene Erzählung, in der ein Mensch eine Wanderung macht, war mir nicht bekannt.

Gefolgt wird das durch den Augenblick der Ernüchterung: Man liest die ersten Sätze und es wird einem klar, dass es sich ganz und gar nicht um eine neue Geschichte handelt. Wieder wurde nur ein Ausschnitt genommen, mit einem Titel versehen und veröffentlicht. Das macht in Summe zweieinhalb Seiten.

Denen kann man nun das Folgende entnehmen: Simenon ist gern spazieren gegangen. Seine Kinder taten das nicht, sondern begleiteten ihn – wenn überhaupt – mit dem Fahrrad. Einfälle zu seinen Geschichten bekam er während des Laufens. Deshalb stand er auch während der Arbeit immer wieder auf.

Schließlich gibt es noch eine Anekdote, bei der er von einem Besucher erzählt, der mit ihm aufstand, wenn er aufstand und ihm hinterherlief.

C’est tout.

Deutschsprachige Ausgaben

Eine Ausgabe

2012

Umherspazieren
in »Wanderlust«
Diogenes (detebe 24186)
Übersetzung: Linde Birk

Cinema & TV

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Hörspiele & -bücher

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