In einem Lütticher Kunstmuseum stand ich vor einer Zeichnung mit dem Titel Procès de Landru und dachte: »Den Namen kenne ich doch!« Simenon streute in seinen Fällen gern Referenzen auf echte Verbrechen ein, oft in knappen Aufzählungen. Was sich daraus an Themen entfalten lässt, ist ein erstaunlich bunter Strauß – Pariser Erkundungen und Worte, Lütticher Künstler … und Killer.
Fürst Ouratieff bekam zu Beginn der Revolution den Auftrag, Geld für den Zaren zu verstecken. Er ging nach Paris und gab keine Kopeke aus. Viele waren hinter dem Geld her, aber er übergab das Geld aus Liebe zu Russland letztlich an einen Volkskommissar. Keine Erfindung Simenons, sondern die des Simenon-Freundes, der es schaffte, als Erster Denyse zu verärgern.
Irgendwann muss ich mich an den zweiten Teil der Bibliografie machen – die Roman Durs. Fiel mir vor Kurzem vor dem Schlafen gehen ein. Ich hatte schon angefangen, aber warum hatte ich aufgehört? Richtig, die Frage der Sortierung. Nachdem das gelöst war, fiel mir auf, dass die Originaltitel inkonsistent waren. Mal »Le fils«, mal »Le Train« – gab es da verbindliche Regeln?