Quai des Orfévres > Romane > Roman dur

suchen | registrieren | anmelden | das lädchen | forum | kontakt

Das Gasthaus im Elsaß

Es ist immer schön, wenn man plötzlich mit alten Bekannten zu tun hat. In diesem Buch bleibt am Anfang nur der Verdacht, es mit einem Bekannten zu tun zu haben. Immer wieder ist vom Commodore die Rede, einem der meistgesuchten Verbrecher Europas. Der schleicht sich an reiche Leute an, um sie dann bei der passenden Gelegenheit auszunehmen und ähnelt in seinem Vorgehen dem Professor, der ebenso schlitzohrig agiert. Maigret hatte mit dem Commodore nichts zu tun, wohl aber mit dessen Sohn, als sich die Tochter eines Notars in diesen verliebt. Aber in diesem Buch ist alles ganz anders…

Abbildungen zu »Das Gasthaus im Elsaß« (insgesamt: 5)
Das Gasthaus im Elsaß - Diogenes – 1986 Das Gasthaus im Elsaß - Diogenes – 5/2003 Le relais d'Alsace - Frankreich

Monsieur Serge hat sich schon seit Monaten in dem Gasthof »Relais-d’Alsace«, welches in La Schlucht liegt, einquartiert. Er führt ein ruhiges Leben: geht spazieren, isst gerne und gut und zwitschert gerne mal einen mit dem Wirt, der eigentlich mehr darauf aus ist, den Frauen hinterherzusteigen. Die Wirtin ist mit dem Gast auch ganz glücklich, wenn er nur zahlen würde. Eines Tages spricht sie Monsieur Serge darauf an und der meint, er würde das Geld bis zum nächsten Tag besorgen.

Für die Wirtin nicht ganz unwichtig, es handelte sich schließlich um fast dreitausend Francs. Das steckt man nicht so leicht weg.

Der Mann macht sich auf den Weg, um ein Schmuckstück zu verkaufen.

Gleichzeitig trifft in La Schlucht ein Paar ein, dem man das Geld nur ansieht. Monsieur Van de Laer war es, der das Geld hat, am nächsten Morgen aber bemerken musste, dass es weniger geworden war. Man suchte einen Schuldigen und der war schnell gefunden: Monsieur Serge. Er war es, der Geld brauchte und viel Geld am nächsten Morgen hatte. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf ihn und der herbeigeeilte Inspektor Mercier ist sich ziemlich sicher, den Dieb schnell gefasst zu haben.

Serge gibt sich aber so leicht nicht geschlagen: er lässt sich den Tatort zeigen und beweist, dass er es nicht gewesen sein kann. Die Demonstration, die er Mercier und den Van de Lears gibt war so überzeugend, dass man ihm auch trotz seines nicht vorhandenen Alibis und der Tatsache, dass man immer noch nicht wusste, woher er sein Geld hatte, nichts gegen ihn in der Hand hatte.

Allerdings kam dann der Zeitpunkt, an dem der Diebstahl überhaupt nichts mehr zählte. Irgendjemanden ist aufgefallen, dass Monsieur Serge eine große Ähnlichkeit mit den Beschreibungen des Commodore aufwies. Für ihn, und nur für ihn, macht sich Kommissar Labbé auf den Weg in den kleinen elsässischen Ort, um zu prüfen, was an den Gerüchten dran ist.

Labbé ist von Natur aus sehr ruhig und auch Monsieur Serge scheint nicht aus der Ruhe zu kommen, reagiert auf die Verdächtigungen nur verwundert.

Drucken

fakten Fakten

Originaltitel:

Le relais d'Alsace

Entstehungsjahr:

1931 (Juli)

Erscheinungsjahr:

1933

Entstehungsort:

Paris

Verlag:

Fayard

nicht so fernNicht so fern...

La Schlucht

Soll man Erinnerungen verdammen oder nicht? Vor zehn Jahren hatte ich die Gelegenheit in das Elsaß zu fahren. Es war bergig, viele Bäume und es war kaum ein Auto auf der Straße unterwegs. Diese gespenstische Leere wiederum mag an der Jahreszeit gelegen haben.

 

Schaukasten

Erste Worte

Meinungen (0)

Biblio

Das Gasthaus im Elsaß
Diogenes
Taschenbuch
171 Seiten
15 gebrauchte Exemplare ab EUR 1,33

Bei Amazon kaufen

 

das gasthaus im elsaß. roman.
diogenes verlag ag
Taschenbuch
2 gebrauchte Exemplare ab EUR 8,00

Bei Amazon kaufen

 

Gredel und Lena, die beiden Dienstmädchen - beide mit den gleichen zerzausten Haaren und den gleichen Puppengesichtern -, deckten die sechs Tische, die um die Theke herumstanden, und stellten die für den Elsässer Wein bestimmten roten, langstieligen Gläser auf die rotkarierten Tischtücher.

Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.

Was meinen Sie?

3 Ausgaben - erste Ausgabe: 1935 - letzte Ausgabe: 2003

Kein Cover vorhanden

1935

Nachtnebel
Schlesische Verlagsanstalt
Übersetzung: Harold Effberg

Das Gasthaus im Elsaß / Diogenes

1986

Das Gasthaus im Elsaß
Diogenes (detebe 21425)
Übersetzung: Angela von Hagen

Das Gasthaus im Elsaß / Diogenes

2003

Das Gasthaus im Elsaß
Diogenes (detebe 21425)
Übersetzung: Angelika von Hagen