Gesellschaftskritische Anspielungen sind in Simenons Werk an zahllosen Stellen zu finden – im Kleinen wie im Großen. Schaut man sich die Maigrets an, wird dort oft thematisiert, wie gut es die Bedeutenden und Reichen verstehen, Einfluss zu ihren Gunsten zu nehmen. Oder wie der Kommissar selbst feststellen muss, dass Erfahrung als Ballast verstanden wird von denen, die mit modernen Ideen von den Universitäten kommen.
Ein genialer Plan: man holt sich einen hervorragenden Boule-Spieler, der in einem kleinen Ort an der Mittelmeerküste für ordentlich Aufsehen sorgt und raubt dann, während das ganze Dorf dem fantastischen Spieler zuschaut, in aller Seelenruhe die Post aus. So beginnt die kriminelle Karriere von Petit Louis. Danach beginnt eine Phase der maßlosen Selbstüberschätzung an deren Ende der Mann vor seiner ermordeten Geliebten steht und erkennt, dass man versucht, ihm einen Mord anzuhängen.