Die erste Hälfte des Jahrzehntes war für Simenon eine Phase des Ankommens, die zweite dann eine der Rückkehr. Angekommen war er in den USA und zurückkehren tat er nach Europa. Die 1950er-Jahre waren ein gutes Jahrzehnt für ihn – und das nicht nur im Hinblick auf sein familiäres Leben, sondern auch in literarischer und kommerzieller Hinsicht. Seine Romane blieben für seine Leser:innen weiterhin zugänglich, während sein Schreibstil sich stetig verbesserte.
Generationenkonflikt mal anders: Eine junge Frau nimmt ihre Großmutter bei sich auf. Es entwickelt sich schon bald ein ordentlicher Machtkampf zwischen den Frauen. Durch Gespräche versucht die eine der anderen zu erklären, warum es so ist, wie es ist. Aber keine ist bereit, ihren Lebensstil aufzugeben. Man kann großzügig sein und trotzdem Schaden anrichten, so die Lehre aus der Geschichte die Simenon mit diesem Roman erzählt.