Krieg, Besatzung, Kollaborationsvorwürfe, die Emigration nach Amerika, die faktische Trennung von seiner Frau Tigy – Simenons 1940er-Jahre klingen nach einer einzigen Krisendekade. Doch es gab auch die andere Seite: eine Geliebte, die seine Frau wurde, einen weiteren Sohn, und vor allem eine literarische Reifung, die sein Werk auf ein neues Niveau hob. Wie so oft bei Simenon speiste sich seine Kunst direkt aus dem Erlebten.
Auf meinem virtuellen Notizzettel stand: »Kurzer Artikel zu einem Filmprogramm« ... Moment, das hatten wir doch schon letzte Woche als Anfang! Ist also verbrannt. Egal. Immer direkt zur Sache zu kommen, widerstrebt mir. In diesem Fall ist der Sidekick nicht so exotisch, wie es auf dem ersten Blick erscheint. Schon in früheren Texten habe ich Verknüpfungen zu M*A*S*H hergestellt.
Bemerkenswert an den »Intimen Memoiren« finde ich, wie wenig das schriftstellerische Schaffen eine Rolle spielt. Zwar werden hin und wieder Werke erwähnt, die in dieser und jener Schaffensperiode entstanden sind. Über eine Erwähnung hinaus geht es nicht hinaus. Das trifft auch im Großen und Ganzen auf seine Verhandlungen mit Verlagen und Filmstudios zu.
Patrick Martin Ashbridge, kurz P.M. genannt, lebt sein Leben in einem kleinen Tal an der mexikanischen Grenze. Als Rechtsanwalt und Mann einer begüterten Frau hat er ein gutes Auskommen. Eines Tag kreuzt sein Bruder bei ihm auf, der auf der Flucht ist. Der hatte eine Strafe zu verbüßen, weil er einen Polizisten angeschossen (vielleicht auch umgebracht) hatte. Nun wollte er über die Grenze und erwartete von P.M., dass er ihn rüberbrachte. Dieses Ansinnen wird durch ungünstige Wetterverhältnisse verhindert.