Werke zu dem Thema

Tante Jeanne

Man sollte nicht zuviel erwarten, wenn man nach vielen, vielen Jahren wieder zurück in die alte Heimat kommt. Das alles so ist, wie es beim Verlassen gewesen ist, sollte man schon gar nicht voraussetzen. So gesehen hat Jeanne vielleicht einen Fehler gemacht, als sie nach vielen Jahren wieder in das Haus ihres Bruders zurückkeht, denn dem sind die Probleme so über den Kopf gewachsen, dass er sich einen Strick über den selben gezogen hat und erhängt. Kurz nach dem die Schwester eingetroffen war, stand das Haus plötzlich Kopf – Jeanne hatte keinen guten Zeitpunkt gewählt.

Am Maultierpass

P.M. lebt sein Leben in einem kleinen Tal an der mexikanischen Grenze. Als Rechtsanwalt und Mann einer begüterten Frau hat er ein gutes Auskommen. Eines Tag kreuzt sein Bruder bei ihm auf, der auf der Flucht ist. Der hatte eine Strafe zu verbüßen, weil er einen Polizisten angeschossen (vielleicht auch umgebracht) hatte. Nun wollte er über die Grenze und erwartete von P.M., dass er ihn rüberbrachte. Dieses Ansinnen wird durch ungünstige Wetterverhältnisse verhindert.

Doktor Bergelon

Dr. Bergelon glaubt, eine gewisse Überweisungspraxis würde sein Einkommen steigen lassen. Getrieben durch die Ansprüche seiner Frau liefert er sich dem Können Doktor Mandalins aus, der prompt bei der ersten Patientin versagt. Marthe Cosson verstirbt kurz nach der Totgeburt ihres Kindes. Der Mann versinkt nur kurz in Trauer, dann macht sich Wut breit und er schwört Dr. Bergelon Rache. Für den wird die Situation zu einer Befreiung.

Der Neue

Sein Kommen hatte keiner beobachtet. Der Mann nahm eine Bestandsaufnahme vor und entschied sich dann für die Kneipe von Charlie Moggio. Dieser ist ein richtiger Wird – seinen Gästen will er nicht nur das Geld abknöpfen, er setzt auch auf Gespräche. Dieser kommunikative Charlie trifft auf einen stillen und mürrischen Fremden – Justin Ward. Wer will es den Kneipenbesuchern verdenken, dass sie den Fremden mit einem Mord in der Nähe in Verbindung bringen. Sie täuschen sich und erfahren, dass Ward gute Beziehungen hat.

Der Amateur

René de Ritter ist viel in der Welt herum gekommen. Asien hatte er gesehen, Panama besuchte er und sehr erfolgreich war er auch in Tahiti. Wenn da nicht dieser kleine Punkt wäre, dass er entweder fluchtartig diese Länder verlassen musste oder mehr oder weniger freundlich aufgefordert worden war, zu gehen. Nun ist er wieder in der Heimat und versucht, auf den schnellsten Wege zu Geld und Einfluss zu kommen.

Die Komplizen

Ein Wagen fährt in der Mitte einer Straße, sich nicht um die Verkehrsregeln zu kümmern. Gegenseitige Rücksichtnahme spielt für den Bauunternehmer Lambert in dem Augenblick keine Rolle, denn er ist mit seiner Angestellten beschäftigt. Einen Augenblick später ist das Unglück passiert: ein Bus kann nicht ausweichen und prallt aufgrund der Unachtsamkeit Lamberts gegen eine Mauert. Es gibt viele Tote und Lambert muss zusehen, dass er seine Haut rettet.

Die schwarze Kugel

Alles hängt von dieser kleinen Kugel ab – sie darf nicht schwarz sein. Landet eine schwarze Kugel in dem Beutel, heißt es für den Kandidat, dass sich sein Traum von der Mitgliedschaft im Country-Club ausgeträumt hat. Walter Higgings ist ein Aufsteiger – seine Mutter hatte ihn in eine undankbare Welt hineingeboren. Aber durch eigene Kraft hat er es geschafft: eine Frau, gut geratene Kinder, ein Haus und eine Stellung, als Filialleiter einer Supermarktkette. Von allem im Ort geachtet, fehlt Walter Higgings nur noch das eine: die Mitgliedschaft im Country-Club und damit alle weißen Kugeln.

Der Buchhändler von Archangelsk

Wenn die Frau verschwindet, kann man zur Polizei gehen und den Verlust melden; oder man kann so tun, als ob nichts passiert wäre, die Frau einfach mal für kurze Zeit verreist wäre. Jonas Milk entscheidet sich für die Wegfahr-Variante und liegt schrecklich daneben. Aus der kleinen Lüge wird ein großes Drama, denn seine Frau Gina kehrt nicht zurück und die Nachbarn und Verwandten fangen an, nachzufragen. Milk hängt schon im Lügennetz.

Der Neger

Es ist tiefste Nacht und Theo, der keine Lust auf eine Vergnügung hatte, beobachtet von seinem Bahnhof aus, wie ein Mann am Bahndamm entlang geht. Dieser Mann ist ein Neger, den er vorher in dieser Gegend noch nie gesehen hatte - wie man überhaupt nicht sehr viele so dunkelhäutige Menschen in der Ecke Frankreichs sieht. Näher kennen lernen sollte Theo den Fremden nicht - am nächsten Morgen fand man ihn tot am Bahndamm. Der Bahnhofsvorsteher macht sich seinen eigenen Reim darauf.

Die Überlebenden der »Telémaque«

Schreckliches wirkt häufig nach: vor vielen Jahren sank ein Schiff und nur wenige Männer überlebten. Pierre Canut gehörte nicht zu ihnen, der Kapitän hatte sich den Pulsadern aufgeschnitten, sagte die anderen Geretteten. Andere behaupteten, dass es kein Selbstmord gewesen war, sondern, dass die anderen Männer überleben wollten. Der Sohn Pierre Canut, der den gleichen Namen trug, wird viele Jahre später verdächtigt, den letzten der Geretteten umgebraucht zu haben. Die Bewohner des Ortes stellen sich hinter Pierre Canut jun.

Fremd im eigenen Haus

Es ist absolut unangenehm, wenn man feststellen muss, dass eine Truppe von jungen Leuten das Haus im Griff hat, und man selber davon nichts mitbekommt. Das mag vielleicht noch nicht einmal so dramatisch sein, aber als der Rechtsanwalt Loursat in seinem Haus einen Toten findet, wird die Sache mehr als ernst.

Bellas Tod

Ein Mord erschüttert eine amerikanische Kleinstadt. In Spencer Ashbys Haus wird Bella tot aufgefunden. Das Mädchen wurde von den Ashbys aufgenommen, weil die Mutter – eine Freundin von Christine Ashby – eine Reise unternommen hat. Der Einzige, der an diesem Abend im Haus war, war Spencer Ashby. Der will mit dem Mord an dem Mädchen nichts zu tun haben. Er hat viel Mühe, die Polizei und den Untersuchungsrichter davon zu überzeugen, dass er in seinem Zimmer gewesen war und gearbeitet hat. Der Mann muss aber nicht nur die staatlichen Organe überzeugen, nein, die Öffentlichkeit muss ihm auch glauben. Man kann wohl sagen, das Spencer Ashby ein Problem hat.

Weder ein noch aus

Marcel Viau weiß weder ein noch aus. Vor kurzem hatte er einen Mann überfallen und ihn ausgeraubt. Nun ist er auf der Flucht, nicht wissend, ob man ihm verfolgt; nicht wissend, ob es die Polizei überhaupt für nötig erachtet, ihn zu verfolgen – ihn ein so kleines Licht. Unterwegs gabelt er Sylvie, eine Nachtclubdame auf, die er mit nach Chantournais bringt, der vorerst letzten Station seiner Reise. Gerade untergekommen im Hotel, fragt er sich, wie er die Unterkunft und das Essen bezahlen soll. In so einer dummen Situation beginnt er mit dem Kartenspielen und verliert fatalerweise. Eine Sackgasse.

Das ungesühnte Verbrechen

Der Mann hat nicht viel: Elias Waskou lebt in Lüttich und ist dabei seinen Doktortitel in der Mathematik zu machen. Seine Wirtin kümmert sich so gut es geht um ihn; ihn, dem die tägliche Routine über alles geht. Da kommt in das Haus ein junger Mann, der aus wohlhabenden Kreisen stammt und nicht wie Elias auf den Pfennig schauen muss. Dieser ist eifrig um die Freundschaft des jungen Mathematikers bemüht – der allerdings ablehnend darauf reagiert.

Brief an meinen Richter

Mit der Arztpraxis bekam Alavoine die Tochter des alten Arztes dazu. Seine Mutter, mit der er bisher zusammengelebt hatte, war hocherfreut. Es war eigentlich mehr so, dass seine Mutter eine Tochter bekommen hätte, als er eine Frau. Trotzdem wird es eine traute Familie. Bis der Arzt eines Tages seinen Zug verpasst und eine Frau kennenlernt, die sein Leben komplett umkrempeln sollte – der Titel des Buches verheißt aber schon nichts Gutes...