Coffee

Fundstücke


Als »Privatmensch« treibe ich mich schon seit sieben Jahren bei Twitter herum. In erster Linie lesend. Dort nach Simenon- oder Maigret-Quellen zu suchen, auf die Idee kam ich erst am Anfang des Jahres. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem ich einen zweiten, maigret.de-getriebenen Account eingerichtet habe. Seine Aktivitäten kann man live bei Twitter verfolgen (@maigret_de) oder halt auf der Startseite der Webseite.

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Interessant ist, was ich heute fand, als ich bei Twitter nach Simenon suchte: Es gibt einen Twitter-Bot. Bei einem Bot handelt es sich um einen Software-Automaten, der ohne menschliches Zutun agieren kann.

In den letzten Jahren sind sie uns eher im negativen Sinne bekannt gemacht worden, da sie gern Computer übernahmen, um Daten zu stehlen und an seine Herren zu senden, oder damit beschäftigt waren, lästige Werbe- und Propagandabotschaften über die verschiedensten Kanäle zu verteilen. Es ist aber ganz und gar nicht so, dass man gleich zusammenzucken sollte, wenn man mit der Begrifflichkeit »Bot« konfrontiert wird, denn sie sind schon viel länger zum Beispiel als Suchmaschinen-Bots unterwegs. Diese sammeln den Inhalt von Webseiten und und geben damit das Futter für Suchmaschinen wie Google oder Bing.

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Was ich mir bisher nicht vorstellen konnte, war ein Simenon-Bot. Aber es gibt einen und er verteilt Simenon-Text-Fragmente in koreanischer Sprache. Die Vorteile, die der gemeine Mitteleuropäer von diesem Dienst hat, dürften recht klein sein. Die Qualität der Übersetzung, die man bekommt, wenn man die Funktion »Übersetzen« nutzt, man sieht es an dem Screenshot, ist eher geringerer Natur und bereiten nicht wirklich Vergnügen. Es sei denn man ein Faible für lustige Übersetzungen, die Maschinen herstellen. Man bekommt mit, um was für einen Sachverhalt es sich handelt – mehr aber wirklich nicht. Daraus ergibt sich jedoch die interessante Frage, ob man einen solchen Bot auch in Deutschland respektive Europa in Betrieb nehmen dürfte. Vermutlich nicht, womit wir schon beim zweiten Thema wären.

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Ich habe mal nachgeschaut, wie es um den Kampa-Verlag steht. Anfragen an Suchmaschinen gelten langläufig ja noch nicht als Stalking.

Die ersten Spuren sind natürlich in Form von Artikel über die Verlagsgründung und den Coup der Simenon-Rechteübernahme zu lesen. Aber es gibt auch die erste Präsenz in Form einer Facebook-Seite. Dort ist auch schon die Webseite des neuen Verlages angekündigt - kampaverlag.ch -, geht man auf die Seite, findet man noch keine Inhalte. Auf der Facebook-Seite steht, es geht 2018 los. Die Seite muss man also im Auge behalten.