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Mai
Frühlingsgefühle mit Maigret? Da muss einem doch etwas abgehen, wird sich so mancher denken. Und in der Tat kann man bei einem Genre, in dem es um Mord und Totschlag geht, schlecht dieses Schlagwort »Frühlingsgefühle« zuordnen. Geht es einem Krimi heute um den Frühling, so wird hat dies im besten Fall noch Einfluss auf die Leiche. Aber sonst? So gut wie nichts. Bei Simenons Maigret ist es etwas anders, auch wenn man es kaum glauben mag.
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Werke zum Thema
Der Mann verdiente aufgrund seiner Herkunft und Stellung Unterstützung – aber kaum war Maigret eingetroffen, da hegte der gute Mann, ein Professor, Zweifel, ob ihm der Polizist aus Frankreich wirklich eine Hilfe sein könne. Aber in Holland sitzend, von der örtlichen Polizei gebeten, den Ort nicht zu verlassen, hatte er keine besonders große Auswahl. Er musste auf den Kommissar aus Paris vertrauen.
Es so ein Wetter, an dem man sich nicht erfreuen kann und Maigret hat zusätzlich, zu dem von oben kommenden Unerfreulichkeiten, auch noch die Aufgabe bekommen, einen Kommissar von den Inseln zu betreuen, ihn mit den Ermittlungsmethoden der französischen Polizei bekannt zu machen. Nun hat ausgerechnet Kommissar Maigret keine Methode. Da ist es schon ein Lichtblick, dass er und Inspektor Pyke zu einem Fall auf eine Insel im Mittelmeer abbeordert werden. Hier wird noch viel deutlicher, wie wenig methodisch der Pariser Kommissar ist.
Maigret in der Welt des Hochadels: man kann sich gut vorstellen, dass er keine gute Figur in diesem Milieu machte und sich überhaupt gar nicht wohl fühlte. Ein alter Mann wurde ermordet, der früher Botschafter in Russland gewesen war. Dass dieses Verbrechen einen politischen Hintergrund haben könnte, konnte die Polizei sofort ausschließen. Gerade deswegen stellte das Verbrechen die Ermittler vor ein großes Rätsel.
Jean-Paul Guillaume führte ein unscheinbares, bürgerliches Leben. Eine Frau, zwei Kinder das Alles in einem hübschen Haus, eine gute Anstellung als Lehrer. Es fehlte an nichts. Dann ging er eines Tages den üblichen Weg zur Arbeit und sah ein Schild, welches ihn an vergangene Zeiten erinnerte. Gute Zeiten oder schlechte Zeiten? Wer weiß, das Urteil kann man sich nicht erlauben. Aufregende Zeiten waren es, voller Abenteuer. Zeiten, die J.P.G. nötigten, seinen alten Namen abzulegen.
Jules Malétras war wer in Le Havre. Er hatte sich aus kleinen Verhältnissen nach oben gekämpft und war dabei hart und unbarmherzig. Nun hatte er seine Firma verkauft und langweilte sich so manches Mal. Der Einstieg in ein kleines Geschäft füllte ihn nicht aus, die Liebschaft mit Lulu war insofern Ansporn, als das er sehen musste, dass es nicht seiner Frau - die viel Wert auf ihre Würde legte - auffiel. Aber so richtig in schwere See gerät Malétras erst, als er seine Geliebte umbringt.
Lebensdaten
1930
Lapplandreise mit Tigy.
1940
Flüchtlingskommissar. Nach dem Überfall Deutschlands auf Belgien, wird Simenon Flüchtlingskommissar für belgische Flüchtlinge in La Rochelle. (11.5.)
1945
Aufhebung des Hausarrestes. Simenon kehrt nach Paris zurück und bemüht sich um die Ausreise aus Frankreich.
1952
Monsieur Bernard. In »Stammbau« schildert Simenon seine Kindheit. Ein Bewohner erkannte sich wieder und klagte, da ihm die Schilderung seiner Person nicht passte. (5.5.)
1959
Geburt von Pierre. (26.5.)
1960
Präsident der Filmfestspiele in Cannes.
1966
Marie-Jo in Therapie. Die Tochter Simenons unterzieht sich einer ersten Therapie.
1976
Erster Selbstmord-Versuch von Marie-Jo.
1978
Selbstmord von Marie-Jo. (19.5.)
Werke aus diesem Monat
1931
Maigret und das Verbrechen in Holland
1940
1942
1943
1945
1946
Maigret und Inspektor Griesgram
1950
1951
1953
1954
1959
1961
1962
1970