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Quai des Orfèvres > Ehepaare |
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Werke zum Thema
Die Beiden leben so nebeneinander her, sie passt auf, dass er ihr nicht fremd geht, er fühlt sich von ihr über den Tisch gezogen, denn er steht nur im zweiten Glied und Emil ist ganz und gar nicht der Meinung, dass das so sein muss. Dann kommt auch noch ein hübsches Dienstmädchen ins Haus und Emil fasst einen Entschluss. Seine Frau, wachsam wie immer, allerdings auch…
Vielleicht sollte man, bevor man heiratet, dieses Buch lesen, damit man eine weitere Variante des Zusammenlebens ausgelotet hat, die ganz und gar nicht erquicklich ist. Marguerite und Emile haben sich, nach einem zähen Wettkampf, bei dem die Haustiere auf der Strecke blieben, entschlossen, nicht mehr miteinander zu reden. So entstehen zwei Haushalte in einem, wo jeder dem anderen wehtut, wo es nur geht, und den Schwächen des Anderen auflauert.
Wieder einmal La Rochelle. Diesmal steht die Familie Donadieu im Mittelpunkt des Geschehens. Der alte Donadieu ist im Hafenbecken ertrunken und hinterlässt ein Testament, welches die Kinder erfreuen dürfte, die Ehefrau des alten Reeders wurde von ihm allerdings enterbt - ein Skandal. Simenon beschreibt, wie die Familie nach und nach auseinander bricht, wie all das, was über Generationen aufgebaut wurde, von einer einzigen durchgebracht wird. Die Chronologie des Versagens einer Gemeinschaft.
Nicht vor Reisebeginn anfangen zu Trinken: Das ist der Ratschlag, den man jeden Autofahrer geben kann. Steve hat sich an diese schlichte Weisheit nicht gehalten und deshalb endete die lange Fahrt nach Maine in einem Fiasko. Mit seiner Trinkerei, die er aus purem Widerstand gegen seine Frau Nancy beginnt, beginnt das große Abenteuer, dass seiner Frau beinahe das Leben kostet. Zu spät merkt Steve, dass dies ein zu hoher Preis ist.
Wenn die Frau verschwindet, kann man zur Polizei gehen und den Verlust melden; oder man kann so tun, als ob nichts passiert wäre, die Frau einfach mal für kurze Zeit verreist wäre. Jonas Milk entscheidet sich für die Wegfahr-Variante und liegt schrecklich daneben. Aus der kleinen Lüge wird ein großes Drama, denn seine Frau Gina kehrt nicht zurück und die Nachbarn und Verwandten fangen an, nachzufragen. Milk hängt schon im Lügennetz.
Frauen verlassen manchmal ihre Männer, andersherum soll es auch vorkommen. Wenn eine Frau einen Mann für den Freund eines Mannes verlässt, dann wird es allerdings schwierig. Noch unangenehmer ist es, wenn man diesem Ex-Freund dann nicht aus dem Weg gehen kann, so wie der Lotse, der das Schiff seines Ex-Freundes immer wieder sicher zum Ziel bringen muss.
Étienne Lomel schwebte lange Zeit auf Wolke sieben. Es gelang ihm, die Frau seiner Träume zu erobern. Simenon versetzt uns in die Zeit, die fünfzehn Jahre nach der Eroberung Louises durch Étienne spielt (obwohl die Frage erlaubt ist, wer wen erobert hat) und in der der Ehemann das Gefühlt hat, er wird schleichend vergiftet. Dass es Louise ist, daran hat Étienne keine Zweifel, er fragt sich aber, was für ein Motiv seine Frau hat.
Aussteiger sind ein ganz eigenes Völkchen. Dr. Müller mochte das asketische Leben in der Einsamkeit. Dumm nur, dass er darüber Zeitungsartikel verfasst hatte und diese in seine Heimat geschickt hatte. Damit lockte er Neugierige an. Die Katastrophe bricht über die Inselbewohner herein, als sich eine Gräfin auf der Insel niederlässt, die mit den natürlichen Gegebenheiten nicht umgehen kann.
Die Bar war die Endstation. Der Typ, mit dem Betty dort angekommen war, auch. Er erzählte ihr etwas über Würmer unter ihrer Haut. Sie hörte nur mit einem Ohr zu, beobachtet die Leute in der Bar, die alle eigenwillig zu sein schienen. Sie passte dort gut hin und das wusste sie.
Die Frau steht vor dem totalen Absturz und es ist jemand aus dem Raum - nein, nicht der mit den Würmer - der sie aufrichtet und dafür sorgt, dass sie sich mit ihrem Leben auseinandersetzt. Die Konsequenzen kann sich an diesem Abend aber keiner der Anwesenden in der Bar ausmalen.
Es ist bequem, einfach nur so dazu sitzen und zu warten; die Leute zu beobachten. Émile tritt keine Entscheidungen. Er geht lieber Tag für Tag in die Druckerei, in der er als Korrektor angestellt ist, lebt in einer Beziehung, mit einer Frau, die sich nicht über Liebe, sondern Bequemlichkeit definiert. Aber es kommt der Tag, an dem sich alles änder, und er steht ratlos vor einem Scherbenhaufen: sein Schwager brachte sich für eine Frau um, mit der er nicht verheiratet gewesen war. Émiles Schester sucht Rat und Trost beim rat- und trostlosen Émile.
Antoine ist Zauberkünstler, Julie ist eine Hausfrau. Der Zauberer war privat unterwegs und ließ konnte gut von seinen Engagements leben. Julie hatte in die Ehe gewissen Besitz mitgebracht und so waren die beiden im Großen und Ganzen glücklich. Wenn da nicht die Trinkerei Antoines wäre, die das Glück der beiden zu zerstören droht. Simenon schildert in drastischen Worten, wie zwei Menschen aufgrund der Trunksucht sich entfremden und zerstören können.
Der normale Ablauf an einem Abend bei den Poitauds ist folgender: er kommt nach Hause, findet seine Frau vor. Man zieht sich um und speist außer Haus. Am 8. Oktober, einem sehr verregneten Tag, läuft es etwas anders ab. Alain Poitaud wird von einem Inspektor der Kriminalpolizei begrüßt, der ihn über die Gewohnheit eines Schießgeräts in seinem Haushalt ausfragt. Anschließend wird er zum Quai des Orfèvres verbracht und erfährt dort aus dem Munde des Kommissars, dass sein »Kätzchen« ihre Schwester Adrienne umgebracht hat.
Bernard Jeantet war ein glücklicher Mann. Er wird vor ein riesiges Rätsel gestellt, als er eines Tages nach Hause kommt und seine Frau ihn nicht, wie gewohnt, erwartet. Beunruhigt gibt er eine Vermisstenanzeige auf und trifft auf einen alten Bekannten bei der Polizei. Der hatte ihn schon vor Jahren vor dem jetzt Eingetretenen gewarnt. Beide habe sich aber sicher nicht vorgestellt, dass sich die Frau von Jeantet in einem Hotel umbringt.
Selig sind die Unwissenden? So oder so ähnlich wird es doch formuliert. Georges Célerin ist so ein Unwissender. Er lebt in trautem Kreise und ist beruflich recht erfolgreich. Dieses Glück, was der Juwelier zu schätzen weiß, wird von einem Tag auf den anderen zerstört. Seine Frau wird von einem Laster überfallen und eine Welt bricht für ihn zusammen: der Rest zählt für den Mann nicht, weder seine Kinder noch sein goldenes Händchen können ihm Trost spenden.