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Autobiographisch
Für diese Seite sind diese Tage Gold wert. Wann werden solche Tage wiederkommen? Zum 125. Geburtstag, zum 25. Todestag? Um mit einer typischen Floskel zu antworten, die Simenon in seinem Brief an seine Mutter immer wieder verwendet hat: »Ich weiß es nicht.« Es wäre schön, wenn es so bliebe und man weiterhin über die Kleinigkeiten, die das Leben eines Simenon-Freundes beschäftigen können, berichten kann. Möglichst viel.
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Simenon machte um den Krieg einen großen Bogen, schließlich hatte er im ersten Weltkrieg den Einmarsch der Deutschen erlebt. Er kümmerte sich um belgische Flüchtlinge und machte Geschäfte mit deutschen Filmfirmen. Das mochte Geld bringen, aber auch Ungemach...
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Werke zum Thema
Ein Freitag abend in Manhattan: es ist erst Frühherbst, aber niemand wird sagen, dass die Stimmung gemütlich war. Für Kay und François, die sich vor diesem Abend noch nie gesehen hatte, sowieso nicht. Ihr Leben kannte nur noch eine Richtung, und viel Positives hätten sie über ihre gegenwärtige Situation nicht zu sagen. Sie kommen ins Gespräch, vielmehr, Kay unterhält sich ausführlich mit François, bevor sie aufbrechen, um andere Bars in Manhattan zu besuchen. Man kommt sich näher. Eine Liebesgeschichte.
Autobiographische Themen greift Simenon immer wieder einmal auf: in diesem Roman agiert ein Teil seiner Persönlichkeit als Jean Cholet, einem jungen Journalisten einer in Nantes erscheinenden Zeitung. Der Leser bekommt nicht gerade einen sympathischen Burschen serviert. Jean Cholet scheut sich nicht Kollegen und Leser zu bestehlen, seinen Arbeitgeber zu betrügen, nur in seiner Stammbar »Zum Roten Esel« groß auftrumpfen zu können. Als Leser sieht man dem Absturz des jungen Mannes zu, fragt sich, ob er vor dem Aufprall noch einmal die Augen aufmacht, um zu realisieren, was passiert, und um einen Fallschirm zu öffnen.
Wenn Sie denken, eigentlich könnten wir mal (wieder) nach Frankreich fahren, aber sich dann nicht durchringen können, aber in ihrer Urlaubswahl immer noch ratlos sind und dann doch wieder mit Frankreich liebäugeln - also den abschließenden Schubs in die kulinarische Republik brauchen, dann lesen Sie diese Reportage. Es macht einfach Spaß mit Simenon diese Tour durch Frankreich zu fahren, es macht Appetit auf mehr und man sieht in dieser Reportage, dass Simenon wirklich humorvoll schreiben kann.
Der Titel sagt eigentlich schon alles: Simenon legt sich auf die Couch und ein paar Ärzte hören genau zu, was der Schriftsteller zu erzählen hat. Wer das liest, muss schon sehr am Leben und an dem Werk Simenons interessiert sein.
Das Buch hat eine Geschichte: Ein Arzt eröffnete Simenon, dass er unheilbar krank wäre und er nur noch zwei Jahre zu leben hätte. Womit Georges Simenon das gleiche Schicksal ereilt hätte wie seinen Vater, so unwahrscheinlich war die Diagnose also nicht. Er nutzte die Zeit und fängt an seine Erinnerungen für seinen Sohn Marc aufzuschreiben. André Gide mutmaßte schon während des Schreibens, dass es ein großes Werk werden würde. Allerdings wurde ein ganz anderes Buch daraus…
Drei Jahre war die Mutter tot - da griff Simenon zur Feder und schrieb ein Brief an seine Mutter. Es wird häufig als finale Abrechnung bezeichnet, ist aber eher ein Friedensangebot an seine Mutter, eine versöhnliche Beschreibung der Verhältnisse. Simenon lässt es sich nicht nehmen, auch die Punkte aufzuzählen, die dem Simenon-Liebhaber so vertraut sind: aber ist es nicht so, wie mit den Eigenschaften des Kommissar Maigret: Man wartet drauf, dass sie wieder zum Vorschein kommen?
Simenon hat sich 1946 auf dem Weg von Kanada nach Florida gemacht. Davon ausgehend, dass die hier beschriebene Reportage nicht der Sinn der Reise war, kann man feststellen, dass »Durch Amerika mit dem Auto« auch heute noch eine aufschlussreiche Reportage ist.