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Simenon - une légende

imageHui - schon fünf Jahre her, mag sich jetzt mancher denken (vorausgesetzt er liest diesen Text 2008), denn hier geht es um ein Buch, welches zum 100. Geburtstag des Schriftstellers erschienen ist. Nun mag es uns aus dem Sinn sein, dem französischen Verlag noch nicht, denn gerade 2008 erschien eine neue Auflage.

Autorin dieses Buches ist Danielle Bajomée und sie hat mit dem Band einen wahren Schatz vorgelegt, der an dieser Stelle kurz vorgestellt werden soll.

Die Angaben, die hier vorgenommen werden, beziehen sich durch die Bank auf die Originalausgabe von 2003. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich mit der Zeit etwas geändert hat. Das liegt nicht daran, dass es bahnbrechend neue Erkenntnisse zum Thema Simenon gibt, sondern vielmehr daran, dass der Band von 2003 eng mit der Ausstellung verknüpft war (quasi als Ausstellungskatalog diente), und man sich fünf Jahre später von der Ausstellung sicher gelöst hat.

Da geht es schon mal los mit der Autorin, denn diese ist keine Geringere als die Direktorin des Centre d’études Georges Simenon und Literaturprofessorin in Lüttich. Als Verstärkung für den cineastischen Teil hatte sich Danielle Bajomée die Unterstützung von Dick Tomasovic geholt.

Es beginnt mit der Betrachtung der Groschen-Romane Simenons in dem Kapitel »Une littérature de quatre sous«. Die Einblicke in die Texte Simenon, die dabei gegeben werden, sind nicht der Rede wert. Es sind Zitate. Im zweiten Teil wird dann zu dem Kommissar geschwenkt, es geht um die »Mélancolie de Maigret«. Wenn man durch das Kapitel blättert, könnte man den Eindruck bekommen, dass es um die Verfilmung von Maigret-Figuren geht. Aber mitnichten, denn die Autorin beschäftigt sich mit der Entwicklung der Figur Maigrets durch Simenon. In den weiteren Kapiteln geht es darum, wie Simenon schrieb und was dies für einen Einfluss auf seine Non-Maigrets hat. Beim Besuch dieser Ausstellung hatte ich erstmals die Gelegenheit, Fotos von Simenon zu sehen, die auch in diesem Band veröffentlicht werden sollten. Erst später sollte das zu einem größeren Thema werden.

Wie schon früher erwähnt, wird auch den filmischen Umsetzungen des Werkes von Simenon ein Kapitel eingeräumt.

Der Preis für dieses Werk liegt bei etwa 25 Euro, gebraucht ist es wesentlich günstiger zu bekommen. Die Texte sind durchgehend französisch und mit vielen Fußnoten gespickt.

(Ich habe an einer Stelle dieser Seite, diesen Band als Bildband eingestuft. Das sollte nicht missverstanden werden: Dieser Ausstellungskatalog enthält sehr viele Bilder, von denen viele auch als Ausstellungsobjekte in der Simenon-Ausstellung dienten, aber er ist keineswegs ein Bildband im klassischen Sinne.)

 

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Artikelhistorie

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Das Label ist in diesem Fall wirklich irreführend, denn in »Passion Simenon« von Jean-Baptiste Baronian und Michel Schepens spielt der Text gar nicht die große Rolle, so wie es textuel vermuten lässt. In diesem Buch, im Herbst 2002 erstmals erschienen, geht es um das Begucken und dieses wirklich reichlich.

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Erstellt: 29.12.2008

Letzte Änderung: 29.12.2008