Wie schon vor einiger Zeit im Blog angekündigt, gibt es wieder Reisen, auf denen man auf den Spuren von Maigret wandeln kann. Angeboten werden im Augenblick zwei Termine: Vom 18. bis zum 20. September 2009 und vom 12. bis zum 14. März 2010. Veranstalter dieser Reisen ist Kuoni, ein Spezial-Anbieter für kulturelle Reisen.
Der Höhepunkt der Reise dürfte der zweite Tag sein. An diesem gesellt sich Anna von Planta zu der Reisegruppe. Wer Simenon-Bände aus dem Diogenes-Verlag in der Hand gehabt und das Impressum begutachtet hat, dürfte über diesen Namen schon gestolpert sein, denn Anna von Planta betreut Simenon als Lektorin im Diogenes-Verlag. Gemeinsam mit ihr die Wohn- und Wirkungsstätten zu besuchen, dürfte ein Erlebnis werden. Aus eigener Erfahrung kann ich den Interessenten und Buchenden nur einen Rat geben: Packen Sie sich gutes Schuhwerk ein. Das beschriebene Programm verspricht so manchen Kilometer und gerade dies macht den Reiz aus: Auch Maigret soll bei seinen Ermittlungen viele Kilometer gelaufen sein, auch wenn er sich in späteren Jahren gern mal eines Dienstwagens oder Taxis bediente.
Die Unterkunft ist ein Vier-Sterne-Hotel in Paris, welches literarisch angehaucht ist und nachdem man dort am Anreisetag eingecheckt hat, geht es zum Eiffelturm wo man »gucken« und essen kann. Am Nachmittag stehen ein Besuch von Notre-Dame und des Polizeimuseums auf dem Programm. Der dritte Tag steht vollständig zur freien Verfügung.
Die Teilnahme an der Reise kostet pro Person 1990 CHF (Einzelzimmerzuschlag: 750 CHF). Darin enthalten sind der Flug (von Zürich nach Paris), die Übernachtungen, die Führung, die Eintrittsgelder der im Reiseprospekt als Programmpunkte genannten Museen und die ebenfalls aufgeführten Restaurant-Besuche. Die Möglichkeit etwaiger Abweichungen (individuelle Anreise, Verlängerung) wird im Programmheft nicht erwähnt.
Über die genauen Details der Reise kann man sich auf der Kuoni-Webseite informieren.
Andere Nachrichten
Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 24.06.2009
Letzte Änderung: 24.06.2009
Reisen nach Paris
Da fällt mir etwas ein: Ich fahre demnächst nach Paris und es wird nicht eine meiner Stunden-Exkursionen sein, die ich in letzter Zeit als Wartezeit häufiger hatte. Nein, so richtig ein längeres Wochenende. Das musste mal sein und war lange vor den Frankreich-Dienstreisen geplant. Für mich ist das Folgende also nicht sooo interessant.