Da schafft es Georges Simenon auf eine Art in die Nachrichten, die man sich so nie vorgestellt hat. Bekanntlich hatte sich Simenon im Schweizer Epalinges in den sechziger Jahren eine Villa gebaut. Ihr Luxus war schon fast legendär und die Modernität der Anlage damals in aller Munde. Nur erwies sich dieses Anwesen als nicht sonderlich gemütlich, so dass Simenon alsbald auszog.
Ein Grund dafür waren sicher auch die persönlichen Umstände. Nun aber gibt es neue, von manchem unerwünschte Bewohner.
Die Villa war jahrelang nicht bewohnt, zeitweise bewohnte John Simenon Teile des Villenkomplexes. Sechsundzwanzig Zimmer, so ist jetzt zu lesen, soll die Villa habe und sie ist von einer großen parkähnlichen Anlage (40.000 m²) umgeben. Ein Bauunternehmer plante auf dem Grundstück neue Villen zu errichten. Der Kanton Waadt ist mit einer Veränderung der Bausubstanz allerdings nicht einverstanden.
Nun haben am 3. Februar zehn Hausbesetzer die Villa bezogen. Wie heißt es in der Meldung von 20min.ch: »Sie wollten das Haus als Erinnerungsstück eines «grossen Schriftstellers» wieder beleben.«
Das wiederum lässt einem nun viel Raum für Fantasie. Unklar hingegen ist, ob das Grundstück samt Villa schon verkauft wurde oder ob der Bauunternehmer nur laut nachgedacht hat. Mit vielen aufregenden Medienberichten dürfte in den nächsten Wochen wohl zu rechnen sein.
Andere Nachrichten
Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 04.02.2009
Letzte Änderung: 14.02.2010
Fortsetzung der Krise
Simenon suchte Wege, seine Frau aufzuheitern. Eine Chance sah er in der Rückkehr nach Europa, aber es wurde nicht besser sondern immer schlimmer. So begann sich bedingungslose Liebe in bedingungslosen Hass zu wandeln. Interessanterweise merkte man es den Romanen nicht an.