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War gar nicht so einfach

Sechs Fragen waren es, hier kommen die Antworten.

(1) Es wäre noch vorstellbar, dass Maigret durch einen Raum schlittert und dann elegant nach der Waffe greift und sich zu der hübschen Bondine umdreht. Allerdings ist es ziemlich unvorstellbar, dass Simenon so geschrieben hat. Das dritte Zitat aus der Auswahlliste war das einzige, welches nicht aus einem Maigret-Roman stammt. Es hat mir viel Spaß gemacht, es zu erfinden.

(2) Ich mag Eierlikör – von Maigret ist das nicht bekannt, während er den anderen drei Getränken doch sehr zugetan war. Vielleicht, aber das kann ich nicht beweisen, mochte Maigret auch Eierlikör, Simenon fand es aber zu tantchenhaft, dieses in einem Buch zu erwähnen. Dieses Geheimnis hat er aber mit in sein Grab genommen.

(3) Jean Duclos, ein ziemlich unsympathischer Kerl, hatte seine ganz eigenen Methoden, die er als Universitätsprofessor als hochwissenschaftlich ansah. Einen Makel hat er dann aber doch: nicht er ermittelte den Mörder, sondern Maigret.

(4) In Deutschland besuchte er Bremen, in Holland war er mehrmals, auch um England machte er keinen großen Bogen – nur in Österreich, da war er nicht. Da wären uns noch ein paar Länder eingefallen. Warum hat es ihn zum Beispiel nie nach Spanien verschlagen? »Maigret und der heißblütige Stierkämpfer« gäben einen prächtigen Aufmacher ab.

(5) Madame Maigret saß wie auf Kohlen. Da kochte zu Hause ein Hühnchen (am Anfang des Quizzes wähnte ich das Hühnchen noch im Bratofen – sorry), und sie saß in einem der Pariser Gärten und passte auf das Kind einer Frau auf, einer entfernten Bekannten, die einfach nicht wiederkommen wollte.

(6) »Maigret in Nöten« klingt zwar nach Verdächtigungen aller Art, ist aber kein Roman, in dem Maigret selbst unter dem Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben. Das ist in »Maigret und der Verrückte von Bergerac« und den anderen genannten Titeln ganz anders.

Die Gewinner des Preisrätsels, also die, die richtig geantwortet haben, wurden benachrichtigt. Da mehr Preise vorhanden waren, als richtige Gewinner, werden die verbliebenen Bücher im Anschluss verlost. Eine Aufgabe für 2004.

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Rechtepoker

Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Ein Herr ohne Kleingeld

minipicEine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Maigret und sein größter Fall

minipicAuf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Claude Chabrol gestorben

minipicIm letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Bruno Cremer verstorben

minipicAm 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 31.12.2003

Letzte Änderung: 30.11.1999