Das Paket kam unverhofft. Ein schweres Paket mit einer mir unbekannten Absenderadresse. Schnell wurde das Paket geöffnet und es lachte mir ein Karton entgegen, auf dem »Best of Diogenes« stand. In einem blauen Kreis stand in weißer Schrift »Sixpack plus«. Aha! Das Messer hatte ich noch in der Hand, da konnte ich dieses literarische Sixpack schnell öffnen und nach einem kurzen Nachzählen wusste ich auch, wie man auf das Plus kam. Diese Kollektion wurde vom Diogenes-Verlag als Geschenk zum 100. Millionstem Taschenbuch, das Diogenes verkauft hat, herausgegeben. Wenn das kein Grund zum feiern ist. Das Sixpack lässt sich in der Tat so gut transportieren, wie es der Name verspricht und ist zudem günstig zu haben: 20 Euro für sieben Bücher, 3.50 Euro für einen einzelnen Band.
So ergibt sich für den Maigret-Sammler (dies ist kein Verschreibser!) die einmalig günstige Gelegenheit an eine wahrhaft seltene Maigret-Erzählung heranzukommen: »Der Drohbrief« erschien bisher nur einmal in einem Tintenfass (2000). Jetzt ist es wieder zu haben. Das in der wahrhaft kriminellen Umgebung von Chandler, Hammett, Francis und Ingrid Noll. Hat man einmal angefangen zu lesen, hört man nur auf, wenn man zu einem anderen Buch des Sixpacks greift.
Dass Simenon in dem Krimi-Band auftaucht, dies hatte ich vor einiger Zeit schon erwähnt. Ebenfalls erwähnt wurde bei der Gelegenheit, dass Simenon in dem Band »Stories« zu finden ist. Dort ist er nun mit der Erzählung »Die Frau des Lotsen« zu finden.
Überraschend fand sich auch in einem dritten Band noch etwas von Simenon, so wie ich es insgeheim auch erwartet hatte. Allerdings überraschte mich die Auswahl: Im Band »Erlebte Geschichten« findet sich nicht einer der autobiographischen Texte Simenons sondern ein Ausschnitt aus dem Briefwechsel Simenons mit Federico Fellini. Er dürfte in ähnlicher Form im letzten Simeonn-Lesebuch veröffentlicht worden sein. Kontrolliert habe ich es allerdings nicht.
Andere Nachrichten
Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Simenon - Ausgewählte Romane in 50 Bänden
Nachdem der letzte Band der Maigret-Werkausgabe erschienen war, fragte ich, wie es denn jetzt weiter gehen würde. Ich schrieb damals: Überhaupt: Was kommt nun? Zieht Diogenes so etwas auch mit den Non-Maigrets durch? Ich erwarte das eigentlich nicht. Wie es sich zeigt, sollte ich Recht behalten.
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Erstellt: 30.04.2006
Letzte Änderung: 30.11.1999
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