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Souvenirs

image208 Seiten für Tigy. Das dürfte ein Rekord sein, auch wenn fairerweise anmerken muss, dass es sich bei dem Buch über Tigy auch um ein Buch von Tigy handelt. Die Frau Simenons, von der man nicht das Gefühl hat, dass sie sich in den Vordergrund gedrängelt hat (es gab da ja auch andere), hat ihre Erinnerungen geschrieben, die jetzt im Gallimard-Verlag (November 2004) veröffentlicht worden sind. Herausgegeben und zusammengestellt wurde das Buch von der Enkelin Régine Simenons (geborene Renchon), Diane Simenon (soweit ich sehe die Tochter von Marc).

Das Buch stellt eine Mischung aus Fotoalbum und Tagebuch dar. Einige Fotos in dem Buch sind aus anderen Publikationen bekannt, die das Leben Simenons beschreiben. Es sind aber auch frühe Porträts Tigys von Simenon zu sehen. Die meisten Bilder wurden aber bisher nicht veröffentlicht, der Text erscheint das erste Mal.

Die Notizen beginnen mit dem Jahr 1926. Relativ ausführlich sind die Erinnerungen bis zum Jahr 1955, anschließend gibt es noch eine Zusammenfassung der Jahre 1956 bis 1965. Dann endet das Buch.

Erstaunlich sind übrigens die Abbildungen der Wohnung vom Boulevard Richard-Wallace. Die Wohnung war sehr komfortabel eingerichtet - und wenn man die Bilder sieht, würde man das Mobiliar nicht den 30er Jahren zuordnen.

Das Buch ist regulär für den Preis von 21 Euro zu bekommen und ist als Paperback erschienen.

Andere NachrichtenAndere Nachrichten

Transformation

Seit einigen Wochen arbeite ich an einem neuen Erscheinungsbild und neuen Inhalten. Weshalb und warum, das habe ich etwas ausführlicher hier aufgeschrieben. Dort und auf dem Twitter-Account @maigret_de gibt es auch neue Informationen rund um Maigret und Simenon. Hier bleibt bis zur Neu-Veröffentlichung erst einmal alles so, wie es ist.
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Abschied

In der letzten Zeit gab es Hinweise, dass es um die Lieferbarkeit von Simenon-Romanen nicht zum Besten bestellt war. Da die Werk-Edition nun noch nicht so alt ist, war es ein wenig verwunderlich. Wie mir nun vom Diogenes-Verlag bestätigt wurde, liegen die Rechte am deutschsprachigen Simenon-Werk nicht mehr bei dem Zürcher Verlag und sind seit September 2016 nicht mehr lieferbar. Bei wem die Rechte nun liegen werden, kann nicht gesagt werden.
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Überraschung

Stillstand. Seit geraumer Zeit. Die Frage ist, warum? Zu viel Arbeit, zu viel unterwegs. Das ist der eine Grund. Dann die Technik. Ein versperrter Update-Pfad bei der Software, denn die „Standard-Software“ wurde von mir um viele spezielle Sachen erweitert. Die Kombination machte mich extrem faul und der Spaß ging verloren. Diesen Zustand erkläre ich hiermit offiziell für beendet ... es geht weiter. Viel Spaß mit Maigret!
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Die Musik Maigrets

Da können einem die Ohren klingeln! In den letzten Jahren gab es immer mal wieder Veröffentlichungen von Musik, die in Maigret-Filmen - sei es den Kino-Produktionen wie auch den Serien - veröffentlicht wurden. Bisher wurde aber, nach meiner Erinnerung, nur einmal eine Frage zur Musik an mich herangetragen und dabei ging es um ein Geburtstagsgeschenk. Zeit, sich mal um dieses Thema zu kümmern...
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60 Jahre Diogenes

Im Jahre 1986 wurde Daniel Keel interviewt und bekam dabei, die Frage gestellt, warum sein verlegerischer Ehrgeiz darauf ausgerichtet sei, neue Autoren zu entdecken. Er antwortete daraufhin: »Im Übrigen drucke ich lieber Čechov, D. H. Lawrence und Simenon, diese alten echten Wilden, als anämische neu Möchtegerns. Das Neue ist nicht immer das Beste.« Womit er klaglos Recht hat und man sich dabei wirklich fragen muss, ob die Veröffentlichung der Werke der alten Wilden (heute) betriebswirtschaftlich wirklich sinnvoll ist oder nicht zu einem großen Teil auch literarische Liebhaberei ist. Keel veröffentlichte lieber Qualität, die sich nicht verkauft, als sich mäßig verkaufenden Krams. (Die Formulierung »Krams« stammt nicht aus dem Munde Keels.)
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Meinungen

Artikelhistorie

Erste Gehversuche

Der Journalismus ist der Wahrheit verpflichtet. So halten es viele Journalisten. Die, die es nicht so damit haben, sollten vielleicht Schriftsteller werden. So wie Georges Simenon, der seine Stärken eindeutig im Fiktionalen sah. Erst nahm er sich die Kurzgeschichte als literarische Form vor, dann den Roman. Erste Gehversuche eines Schriftstellers.

Ein Belgier erobert Paris

Sie haben nicht auf ihn gewartet: Jeden Tag kamen an den Bahnhöfen von Paris Menschen an, die ihr Glück in der Stadt versuchen wollten. Wie Simenon es selbst in seinen Romanen beschrieb, waren es oft Leute aus dem Norden: Polen, Deutsche und halt auch Belgier. Wie Simenon, der am 14. Dezember 1922 in Paris eintraf.

Der Name Simenon zählt nicht

Als Produzent von Groschenromanen muss man in kurzer Zeit viele Worte aufs Papier bringen. Der eigene Name wird aus dem Geschäft herausgehalten. So müssen Christan Brulls und Georges Sim erst einmal herhalten.

Unstet

Nimmt man es genau, so schrieb Simenon nur über Orte, die er schon einmal gesehen hat. Was wäre uns entgangen, wenn er nicht so häufig gereist und umgezogen wäre? Auch die dreißiger Jahre verbrachte er recht stets auf der Suche nach einer Heimat. Im Anmarsch: Der Krieg und das erste Kind.

Im Krieg

Simenon machte um den Krieg einen großen Bogen, schließlich hatte er im ersten Weltkrieg den Einmarsch der Deutschen erlebt. Er kümmerte sich um belgische Flüchtlinge und machte Geschäfte mit deutschen Filmfirmen. Das mochte Geld bringen, aber auch Ungemach...

Neuanfang

Ein neues Land, neue Gewohnheiten, eine neue Sprache und eine neue Frau. Simenon reist nach und durch Amerika, unstet wie immer, begibt sich in eine ungewisse und komplizierte Beziehung. Am Anfang war natürlich nur Sonnenschein. Simenon zeigt neue, nicht unbedingt positive Seiten.

Lakeville

Glück ist immer relativ: Simenon sollte auch nach dem Leben auf der Shadow Rock Farm beruflich erfolgreich sein. Was das familiäre Glück jedoch betraf, begannen schwierige Zeiten. Ein Abriss über die letzten wirklich glücklichen Jahre Simenons, Besuche in Europa und den ersten Brüchen.

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Erstellt: 30.01.2005

Letzte Änderung: 10.05.2009