Im letzten Jahr hat es ja etwas gedauert – dieses Jahr wird das Jahrbuch der Simenon-Gesellschaft allerdings wesentlich früher erscheinen. Im Februar werden die letzten Korrekturschritte vorgenommen, so dass wir fest im März mit einem Erscheinen rechnen können.
Wie im letzten Jahr gibt es ein Schwerpunkt-Thema: Dieses Jahr handelt es sich um das Thema »Simenon und Frauen«, ein undankbar weitläufiges Thema, welches sicher nicht umfassend und abschließend im Jahrbuch behandeln werden kann. Es gibt Berichte über Simenons Verhältnis zu seiner Mutter, die Sicht Tigys auf ihren Mann und die erste Begegnung zwischen Denyse und Georges (wobei ein ausführlicher Blick auf die Parallelen in »Drei Zimmer in Manhattan« geworfen wird). Desweiteren innerhalb dieses Komplexes ein Blick auf die Frauen-Figuren in der Non-Maigret-Welt und auf die Emma in »Maigret und der gelbe Hund«.
Einen großen Teil des Buches wird die Bibliographie zur Sekundärliteratur von Bernd Fischer einnehmen, die einen Überblick über die deutsch-, englisch- und französischsprachige Literatur zum Leben und Werk Simenons bieten wird. Dabei wird auch auf Sekundäres zu Literatur eingegangen wie Zeitschriften, Konferenzbände und Multimediales.
Ergänzt wird der Bericht durch Reiseberichte unter der »Schirmherrschaft« von Simenon, beispielsweise nach La Rochelle und Neuengland.
Das Jahrbuch ist für Mitglieder der Simenon-Gesellschaft kostenfrei und wird automatisch zugesandt, Nicht-Mitglieder können das Jahrbuch bei mir, beim Verlag oder im Buchhandel bestellen und es wird voraussichtlich 15 Euro kosten. Der Umfang wird, wiederum voraussichtlich, um die 146 Seiten liegen.
Andere Nachrichten
Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 28.01.2006
Letzte Änderung: 30.11.1999
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