Nimmt man das Buch zur Hand, ohne es aufzuschlagen, wohlgemerkt, dann fühlt man sich an alte Zeiten erinnert. Die Pfeife auf dem Cover erinnert an den einen und es versteht, sich, dass dies volle Absicht ist. Die Rückseite ziert der Kopf von Maigret (oder auch Simenon was vermutlich in dem Fall auf das Gleiche hinausläuft). Das Buch, von dem die Rede ist, nennt sich »De Georges Sim à Simenon« und ist eine umfassende Bibliographie des Werkes von Simenons (und seiner französischsprachigen Ausgaben) einschließlich der Romane, die unter Pseudonymen erschienen sind.
Zusammengestellt wurde die Bibliographie von Claude Menguy. Im Augenblick ist es bei amazon.fr für etwa 32 Euro zu haben. Der Vorverkauf lief für 22 Euro, und so ist Interessenten zu raten, ein wenig mit dem Kauf zu warten. Der Preis kann noch sinken, denn von Buchpreisbindung ist in Frankreich nicht viel zu spüren.
Es werden verschiedene Ausgaben und ihre Spezialitäten erwähnt, unter anderem, ob das Werk illustriert wurde, ob es nur in limitierter Anzahl herausgekommen ist und anderes. Die Bibliographie ist streng getrennt nach Simenons und Vor-Simenons. Unterbrochen wird das Werk durch eine Abbildungstafel, auf der man verschiedene Simenon-Ausgaben in Farbe betrachten kann. Es gibt verschiedene Verzeichnisse für Theater- und Filmbearbeitungen und für die autobiographischen Werke von Simenon.
Das Buch dürfte für diejenigen, die gern in Antiquariaten in Frankreich stöbern zum unverzichtbaren Arbeitsmittel auf der Jagd nach Erstausgaben und frühen Simenon werden. Abgewogen werden sollte, ob man sofort »zuschlägt« oder aufgrund der hohen Versandkosten eine Reise nach Frankreich abwartet.
Andere Nachrichten
Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 18.12.2004
Letzte Änderung: 30.11.1999
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