Da bieten sich gerade zu Vergleiche an, zumal die beiden Hörpakete zu moderaten Preisen erscheinen. Der Deutsche Audio Verlag hat dieser Tage eine Box mit fünf Maigret-Hörspielen aus dem Fundus des Bayerischen Rundfunks herausgeben, die um 1960 herum entstanden sind. Paul Dahlke, der als Maigret-Sprecher dient, wird auf der Webseite von d-a-v als Volksschauspieler beschrieben und gab Maigret in sechs Fällen. Fünf dieser Fälle, die für etwa 15 Euro zu haben sind, stehen nun als »Maigrets beste Fälle« auf dem Programm:
Auf dem Cover ist Jean Gabin zu sehen, eine Darstellung, die etwas mehr locken könnte, als der bekannte, markante, aber auch etwas einfallslos wirkende Gestaltung mit dem typischen Maigret-Kopf, wie man ihn von früheren Diogenes-Covern kennt, mit der Steinbach Sprechende Bücher auftritt. Nun, da sich der Buch-Verlag von diesem Stil gelöst hat, hätte das der Audio-Edition sicher auch gut getan. In der »Maigret-Box« finden sich acht Maigret-Fälle, die 2003 im Rahmen einere szenischen Lesung aufgenommen wurden. Die einzelnen Hörspiele erschienen dann nach und nach und waren zu Preisen um die zehn Euro zu haben. Nun gibt es die acht Fälle zu ebenfalls moderaten 35 Euro. Der Maigret wurde 2003 vom MDR, SFB (den es so auch nicht mehr gibt) und SWR produziert und anlässlich des 100. Geburtstages von Simenon ausgestrahlt. Regie führten bei diesem Experiment Judith Kuckart und Susanne Feldmann, Hauptsprecher waren Friedhelm Ptok und Christian Berkel. Folgende Fälle sind in der Box, die Ende letzten Jahres erschienen ist, enthalten:
Einen direkten Vergleich zwischen dem alten und neuen Maigret wird es somit nicht geben.
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Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Eine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Auf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Im letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Am 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 12.03.2005
Letzte Änderung: 30.11.1999
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