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»Für uns sind Sie der Dr. Maigret«

Simenon legte sich auf die Couch und ließ es sich gut gehen. Um ihn herum ein paar Ärzte, die Fragen zu seinem Be- und Empfinden stellten, ihn über seine Arbeit ausfragten und von ihm und seinen Büchern sehr angetan waren. Ins Blickfeld der Ärzte dürfte Simenon mit seinem Roman »Die Glocken von Bicêtre« geraten sein, weniger durch seine Geschichten über Ärzte, wie die Erzählungen vom kleinen Doktor oder das Liebesdrama »Brief an meinen Richter«.

So hatte der SPIEGEL im März 1969 gleich zwei Gründe, einen Bericht über Simenon zu verfassen: zum einen das erwähnte Interview, welches im SPIEGEL auszugsweise abgedruckt wurde (etwa 2 Seiten, auf denen er verrät, dass er in der Jugend zur Unordnung neigte, erzählt, dass er fünfzehn Tage maximal an einem Roman arbeitet und erzählt, dass ein Drittel der Verurteilten, den Kommissar baten, bei ihrer Hinrichtung durch die Guillotine dabeizusein – eine ziemlich exakte Zahl für einen fiktiven Charakter). Man hatte in Hamburg nachgezählt und hatte ermittelt, dass in den ersten Monaten des Jahres 1969 der 200. Roman von Simenon erscheinen dürfte, die frühen Werke des Romanciers, die unter Pseudonym erschienen sind, nicht mitgerechnet.

Dabei beziehen sich die Autoren des Artikels auf berufene Stimmen, wie die gern zitierten Schriftsteller André Gide und Marcel Aymé. Es bleibt festzustellen, dass Simenon dem SPIEGEL so manchem Artikel wert gewesen ist.

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Rechtepoker

Vor sieben Jahren wurden die Rechte an Simenons Gesamtwerk an die Rechteverwerter-Firma Chorion mit Sitz in Großbritannien verkauft. Nun ist in verschiedenen Medien zu lesen, dass die Liaison zwischen Maigret und Miss Marple bald zu Ende sein könnte. Aber noch ist verdammt viel Konjunktiv dabei: Schließlich müssen die Besitzer auch verkaufen wollen. Die von der Gesellschaft betriebene Webseite maigret.com ist zumindest nicht mehr zu erreichen und bringt nur noch eine Statusseite des Webservers.
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Ein Herr ohne Kleingeld

minipicEine echte Neuigkeit ist es eigentlich nicht, denn die DVD, die jetzt erst auf meinem Radar erschien, wurde schon 2008 veröffentlicht. Aber das soll nicht verhindern, dass hier der Jean-Gabin-Film »Ein Herr ohne Kleingeld« hier noch einmal erwähnt wird. Es ist anzunehmen, dass ich nicht der Einzige bin, dem das entgangen ist.
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Maigret und sein größter Fall

minipicAuf manche Filme wartet man Jahre und sie kommen nie im Fernsehen oder auf DVD. Andere Filme sind regelmäßig im TV und irgendwie ist es klar, dass diese dann auch auf DVD veröffentlicht werden. Zu dieser Kategorie gehört auch der Maigret-Film »Maigret und sein größter Fall« mit Heinz Rühmann, der im letzten Monat erschienen ist.
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Claude Chabrol gestorben

minipicIm letzten Jahr gab es noch einmal so etwas wie ein tiefes Durchatmen bei den Maigret-Liebhabern: Chabrol erzählte, er hätte einen Krimi gedreht, bei dem vor seinem geistigen Auge Simenons Maigret Pate gestanden hat. Es wurde ein Kommissar Bellamy mit Gerard Depardieu und an die Maigrets kam der Film nach einhelliger Meinung nicht heran. Nun ist Chabrol im Alter von 80 Jahren gestorben.
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Bruno Cremer verstorben

minipicAm 7. August erlag Bruno Cremer im Alter von 80 Jahren in einem Pariser Krankenhaus seinem Krebsleiden. Schon ein paar Jahre lang war es ruhiger geworden um sein Schaffen als Maigret-Darsteller im französischen Fernsehen. Da sich die französische Fernsehserie hierzulande nicht durchgesetzt hat, dürfte nicht mit Wiederholungen zu rechnen sein. Schade eigentlich!
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Erstellt: 26.07.2004

Letzte Änderung: 30.11.1999