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Für den 23. Oktober ist die Erscheinung des ersten (!) deutschsprachigen Bildbandes zum Thema Simenon angesagt. Mit meinem Verständnis hätte ich erwartet, dass das Buch fertig ist und entweder in der Druckerei auf den Druck oder gar schon auf die Auslieferung wartet. Dort ist doch - gerade auch wegen der bevorstehenden Buchmesse - Hochkonjunktur angesagt. Umso mehr erstaunt, was ich im Medien-Klatsch las...
Eine schöne Überraschung für die Verlags-Verantwortlichen war die Anwesenheit von John Simenon, Sohn von Maigret-Erfinder Georges Simenon, der vor 20 Jahren in Lausanne gestorben ist. «Er brachte die Bilder zu einem geplanten Buch über seinen Vater», erzählte Pressesprecherin Ruth Geiger.
So stand es hier und gemeint war das Diogenes-Gartenfest, was am 20. August statt fand.
Marcel Carné wäre dieser Tage 100 Jahre alt geworden. In Erinnerung blieb der Künstler mit seinem Film »Die Götter des Olymp«. In der »Freien Presse« gibt es einen Beitrag, der auch daran erinnert, dass Carné sich mit Simenon beschäftigte. Wilhelm Roth schrieb:
Das Urteil über Carné fiel vielen leicht, da seine späteren Filme an das Frühwerk nicht mehr heranreichten. “Die sich selbst betrügen” (1958) zum Beispiel enttäuschte als Versuch, sich der rebellischen Jugend zu nähern, “Drei Zimmer in Manhattan” (1965) war eine matte Adaption eines Georges-Simenon-Romans.
Im Südkurier berichtet Erika Melsbach in ihrer Kolumne, wie Simenon von seiner Frau bekocht wird.
Abschließend: In der »Gießener Allgemeinen« wird literarische Spurensuchen auf den Hurtig-Routen beschrieben. Mit den Bord, wenn auch nur im Geiste, ist auch Simenon, mit seinem »Der Passagier der Polarlys«. In dem Artikel von Hans-Peter Gumtz ging es dann aber mehr um nordische denn um belgische Autoren. Trotzdem sehr lesenswert.
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Zu Tisch
Mitte der siebziger Jahre erschien erstmals ein Buch, in dem die Geheimnisse Madame Maigrets Küche enthüllt wurden. Die Ausstattung des war etwas trist - das sollte sich mit »Simenon und Maigret bitten zu Tisch« ändern. Courtine, die Zweite, bringt mehr Text, mehr Information und mehr Ausstattung.
Das Herbst-Paradoxon
Man freut sich auf den Sommer, der warmen Tage wegen und der Möglichkeit, lang draußen auf der Terrasse oder dem Balkon sitzen zu können. Gleichzeitig freut man sich auf den Herbst, der einem eben solches versagt. Die Erklärung dafür ist, zumindest auf diesen Seiten, immer in den Herbst-Veröffentlichungen zu suchen. Man kann es natürlich auch ganz anders sehen: Man darf sich den ganzen Sommer auf den Herbst freuen, denn dann, wenn man wirklich Zeit hat, im Sessel mit einem Glas Rotwein zu sitzen (mag auch ein Bierchen oder ein Wasser sein), sind die Maigret-Erzählungen über Stürme am Kanal, über Weihnachten und die Ängste kleiner Jungen auf dem Weg zum Ministranten-Dienst gerade das Richtige.