Kapitel 7
Während M. Hire anfangs noch vom Selbstbewusstsein seines Bowling-Abends zehrt, wird dieses durch das beamtisch gründliche Verhör auch gleich wieder gründlich zerstört. Das Beleuchten, oder vielmehr Hervorzerren, seiner Vergangenheit und die nüchterne Betrachtung der Fakten duch einen Aussenstehenden bringen ihn etwas aus der Fassung. Man kann die beängstigende Wirkung schon verstehen. Würde man unser Leben rein aus einer dokumentarischen Anreihung von Fakten betrachten, würde es uns wohl ebenso verzerrt erscheinen. Ein schönes Detail ist, daß das Verhör am Quai des Orfevres stattfindet. Fast erwartet man schon einen gewissen brummigen Kommissar durch die Gänge kommen zu sehen ![]()
Sein Gefängnis-Aufenthalt wegen “Unzucht” lässt ihn ausserdem auch in keinem guten Licht erscheinen. Interessant, daß er von “jemandem im Hintergrund” spricht, der Kapital zur Verfügung gestellt hat, den er aber offensichtlich trotzdem nicht in die Sache verwickelt hat als er ins Gefängnis musste. Auch in diesem Verhör verpfeift er den Unbekannten nicht. Loyalität? Dankbarkeit? Andere Gründe?
M. Hire offenbar seine Pläne. Er will flüchten und hat scheinbar ein kleines Vermögen angespart. Wenn man seinen spartanischen bis armen Lebensstil bedenkt, fragt man sich was er damit wohl eines Tages vor hatte?