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Gast-Kommentator

Alles schleppt sich so dahin.
Die Frage nach dem Täter ist das, was die Geschichte am Leben erhält, und nicht wie sonst oft die interessanten Charaktere in Reaktion auf ihre Umwelt.
Krimis fesseln mich nur selten.
Und dies ist hier ist zuviel Krimi, oder zuwenig Simenon.
Ein sehr frühes Werk: 1932
Ist schon mal jemanden aufgefallen, dass kein Mensch fordert, etwas von den vielen Veröffentlichungen Simenons zu übersetzen, die er vor 1930 geschrieben hat?
Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass er sich erst in den dreißiger Jahren zu einem wirklich gutem Schriftsteller entwickelt hat und seine frühen Werke diese Klasse meist nicht haben.

nbergmann am 01.02.2003

Maigret

Ist korrigiert, vielen Dank für den Hinweis.
Die Meinungen über die Qualitäten der ersten “Simenons” gehen weit auseinander. Die einen finden die ersten Maigrets atmosphärisch am Dichtesten, die anderen bevorzugen die späteren Simenons.
Auf die Frage, warum man denn nicht die frühen, unter Pseudonym erschienenen Simenons veröffentlicht, antwortete mir die Lektorin beim Diogenes-Verlag, dass sie es einfach nicht verdient hätten. Sie wären ziemlich schlecht. Wenn man sich zum Beispiel »Les treize mystères« liest, versteht man auch, woher der Wind weht. Es ist wirklich nicht berauschend und gelesen habe ich nur, weil ich wissen wollte, wie dieses Frühwerk zu verstehen ist. Ein Genuss war es nicht - genausowenig wie Monsieur Gallet.
Aus dem Hause Diogenes sind keine frühen Simenons zu erwarten. Aber mal sehen, vielleicht produziert sich ja irgendwann die Simenon-Gesellschaft.

Maigret am 09.05.2009

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