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Maigret voit rouge

1963 (Frankreich)
[Kommissar Maigret sieht rot]

Mit diesem Maigret-Film hat man seinen Spaß! Gabin tritt in dem Raum und ist wuchtig. Am Anfang beichtet ihm Lognon von einem seiner Fehltritte – ein Alleingang, der ihm ein ziemlich zerbeuteltes Gesicht einbrachte. Entführt von den Gangster, konnte er froh sein noch zu leben. Inspektor Griesgram – keinesfalls. Er wirkt nicht übermäßig fröhlich, aber es scheint, als hätte man ein Auskommen mit ihm.
Gabin macht seine Späße und stellt einen Maigret dar, der außerordentlich viel Humor hat. Schlitzohrig wirkt der Kommissar, kompromisslos an einigen Stellen. In seinem Handeln aber immer dem Motto »Verstehen, nicht urteilen« verpflichtet. Es mag Maigret-Filme geben, die abschreckend sind. Dieser gehört sicher nicht dazu.
Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Amerikaner arg amerikanisch sind, die Gangster wirkliche Gangster und die normalen Flics ein wenig wie Trottel wirken. Putzig fand ich auch, dass Torrence gertenschlank ist. Der Tagesspiegel (18. Januar 1964)
Jean Gabin macht's möglich: aus einem Krimi, der nach einem Roman von Georges Simenon unter der Regie von Gilles Grangier zwar recht zügig abgedreht wird, aber ansonsten kaum Höhepunkte enhält, wird immerhin ein Film mit Spannung für den Hausgebrauch. Die großteils kriminelle Statisterie, die sich um den von ihm dargestellten Kommissar Maigret versammelt hat, liefert brav ihre Stichworte ab, die die Sűreté veranlassen, Massenaufgebote von Uniformierten auf die Straße zu entsenden. Glücklich die Polizeidirektion, die sich solches leisten kann. Von der Handlung sei nur soviel verraten, dass es um einige Zeugen gegen einen Gangsterboss in den USA geht, die von gedungen Mördern ins Jenseits geschickt werden sollen; das FBI mischt munter-undruchsichtig mit, ein paar Tote zieren den Streifen, und eine - wen nauch völlig unmotivierte - Schlägerei ist ebenfalls vorhanden. Der Weser-Kurier (14. März 1964)
Der Kriminalfilm "Maigret sieht rot" wurde nach dem Roman "Maigret und die Gangster" von Georges Simenon gedreht. Man hätte den Titel beibehalten sollen, denn Maigret sieht mitnichten rot. Wie die ganze Handlung, in deren Verlauf noch einige Leute auf der Strecke bleiben, kommt er nie recht in Fahrt. Der Regisseur Gilles Grangier hat wohl interessante Typen auf die Leinwand gebracht, doch das Spannungsmoment ganz erheblich vernachlässgit. Erst in den letzten Minuten wird das kriminlistische Garn entwirrt. Die Lösung kommt zu plötzlich. Und das ist unfair dem Zuschauer gegenüber, der nach den Regeln des guten Kriminalfilms genausoviel wissen soll wie die Polizei. Hier weiß er kaum etwas.
Jean Gabin stattet die Figur des Maigrets zwar wieder mit vielen menschlichen Zügen aus, kann aber nicht restlos überzeugen. "Maigret sieht rot" ist ein Kriminalfilm, der das Ziel seiner Klasse nicht erreicht.

Regisseur:

Gillies Grangier

Drehbuch:

Claude Morgan

Darsteller

Jean Gabin

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Maigret

Armontel

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Dr. Fézin

Manuel Bozzufi

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Inspektor Torrence

Paul Carpentier

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Harry

Ricky Cooper

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Charlie

Guy Decomble

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Inspektor Lognon

Paulette Dubost

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Hotelwirtin

Françoise Fabian

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Lilli

Brad Harris

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Bill

Edouard Meeks

 

Vittorio Sanipoli

... 

Pozzo