Quai des Orfévres > Erzählungen > Roman dur

suchen | registrieren | anmelden | das lädchen | forum | kontakt

Das große Los

Wenn man gemein wäre, dann würde man sagen, dass Simenon seine Geschichten mindestens zweimal ausgeschlachtet hat, immer wieder kehren Motive wieder, kommen dem Leser vertraut vor. Allerdings macht das Simenon nicht allein, es fällt bei ihm, ob der Masse der produzierten Werke, nur besonders auf.

Abbildungen zu »Das große Los« (insgesamt: 1)
Das große Los - Diogenes (detebe 22696) - 1994

Auch diese Erzählung hat einen Verwandten: »Man tötet arme Leute nicht«. Im Unterschied zu der Maigret-Erzählung gibt es diesmal keine Toten zu beklagen.

Held der Erzählung ist Charles Perrin. Im Alter von 43 Jahren hatte er schon 17 Jahre Ehe hinter sich und wohnte mehr oder weniger glücklich in der Rue Saint-Antoine. Jeden Tag machte er sich auf den Weg zur Arbeit und freute sich am Abend über Frau und Kind, die prächtig gedeihten, auch wenn die Frau mit der Karriere ihres Mannes, besser gesagt, mit dem fehlenden Karrierewillen ihres Mannes nicht ganz zufrieden kam.

Zu diesem Zeitpunkt stieß dem Mann sein größtes Unglück zu: er gewann im Lotto. Er beschloss, dass niemand von dem Gewinn erfahren sollte und fing an ein Lügengebäude um sich herum aufzubauen: er kündigte die Arbeit und verbrachte die Zeit in Bibliotheken. Er musste allerdings jeden Morgen zu Arbeit fahren und seiner Frau immer die dollsten Geschichten von seinem wundersamen Aufstieg in der Firma erzählen.

Das kann natürlich nur in die Hose gehen…

Drucken

fakten Fakten

Originaltitel:

Le gros lot

Entstehungsjahr:

1953 (November)

Erscheinungsjahr:

2000

Entstehungsort:

Lakeville

 

Schaukasten

Meinungen (0)

Biblio

Das große Los
Diogenes Verlag
Taschenbuch
8 gebrauchte Exemplare ab EUR 0,85

Bei Amazon kaufen

 

Zu diesem Artikel wurden bisher keine Kommentare abgegeben.

Was meinen Sie?

Eine Ausgabe

Das große Los / Diogenes

1994

Das große Los
in »Das große Los«
Diogenes (detebe 22696)
Übersetzung: Günter Seib